Mai 2021 Mehr Spaß und Lebensfreude an der Leichtathletik

13. Mai 2021

Mai 2021 Mehr Spaß und Lebensfreude an der Leichtathletik

Corona-red./ homeoffice.  Beispielhaft: mit 11 Jahren fand Lasse Schulz die typgerechte Sportart.

Ich kenne wenige Menschen, die so genau wissen, was sie wollen und die sich dabei selbst so treu bleiben, wie er es tut. Zwischen Trainer und Athlet, ein Band zwischen zwei Seelen, das weder Raum noch Zeit trennen können. Er ist mitfühlend, aufgeschlossen, kooperativ, unbekümmert, entschlossen und handlungsbereit. Die Atmosphäre im Training ist stille Freude. Kritik war konstruktiv zum rechten Zeitpunkt und in rechter Form dankbar anerkannt. Keine Meinungsverschiedenheiten. Man sollte große Freude an jungen Menschen und an deren Arbeit haben. Statt Erwartungen hat man uns für Überraschungen an Wochenenden bei Wettkämpfen bereitet. Einzig, er sollte die Bodenhaftung (ab und an) nicht verlieren.

Mehr als die meisten Fitnessaktivitäten trainiert man durch Kampfsport (wie auch bei der Leichtathletik) Standfestigkeit, Balance und Energiekontrolle. Die Betonung liegt auf Muskelstärkung, Ausdauer und Flexibilität. Der obere und untere Körperbereich werden ziemlich gleichmäßig entwickelt. Man lernt seine weniger häufig gebrauchte Körperseite (rechts u. links) ebenso zu benutzen, wie die dominante. Der Schlüssel zum Erfolg in einer Sportart liegt im Verhältnis der Beherrschung des Energieflusses durch den Körper. Wenn man eine Sportart lange betreibt, verspürt man mit der Zeit die Entwicklung von einer enormen Standfestigkeit. Qualität wird quantitativ stets verbessert. Es führt auch zu einer besseren Entfaltung der psychischen Bedürfnisse und des Wunsches nach Selbstverwirklichung.

Lasse kam und absolvierte mit drei Schulkameraden eine Probezeit. Es hatte viel Spaß gemacht, als er ein paar Monate später auftauchte und sich für die Leichtathletik stark interessierte. Ein schwieriger Teil kam dazu: die Umsetzung in die Tat, da er auch Wettkämpfe mit machen wollte. Zu Anfang ging er alles langsam an. Der Trainer hatte realistische Gesichtspunkte. Nach Vereinbarung nahmen wir uns viel Zeit in Anspruch und es erforderte emotionelle Kraft auf beiden Seiten besonders, wenn nicht alles im ersten Versuch gelang. Nach einem Monat hatten wir das richtige Verhältniss schon erreicht. Geduldig sprach der Trainer von langfristigen Vorteilen, Änderungen der Persönlichkeit (Charakter) und Lebenswandel. Es dauerte nicht lange. Man arbeitete auf schnelle Änderungen, das gewünschte Ergebnis wurde erreicht. Auch schnell erkannt wurden die Hindernisse die man vermutet hatte. Außerdem wollte Lasse das Trainingsprogramm nicht aufgeben. Gegen Ende der Bahnsaison ( September-Oktober) war er damit zufrieden den Wettkampf beendet zu haben. Auf die anstehenden Hallenwettkämpfe freute er sich schon. Für den Trainer ließ er sich Kreativität auf den Plan stellen. Es erfordert viel Nachdenken und Einsatzbereitschaft die gewünschten Ergebnisse zu bekommen. Die Änderungen waren geringfügig um die „Bewegungs-Meditation“ nicht all zu sehr zu beeinträchtigen. Es wurde gern im Training mit kreativen Vorschlägen gearbeitet. Bei den Wettkämpfen zeigte Lasse unbewusst manchmal ausgedehnte Bewegungen, Änderungen, Variationen aber dennoch Vielseitigkeit. Geplant oder nicht oder mal vom Trainer befohlen.

Der Trainer ging davon aus, dass Sportler sich einer strengen Disziplin unterwerfen müssen und ihr Sport ihnen außer Bezug auf Distanz, keine Variationsmöglichkeiten bietet. Man setzte vorprogrammierte Aktivität und gewisse Ziele in Bezug auf gute Ergebnisse als Verstärkung. Im Sprungwettbewerb wie im Wurfbereich konnte man beiderseits spontan  oder intuitiv reagieren. Als Wettkämpfer brauchte er eine menge Selbstdisziplin um sein Programm bis fünf Wettbewerbe durchzuziehen. So ist die Hoffnung groß, beflügelt zu werden und normal Luft zu bekommen. Das Training wird für die Athleten benutzt alles in Ruhe nachzudenken oder etwas zu planen. Der Geist kann arbeiten oder spielen. Körperbewegungen laufen eher mechanisch ohne geistige Beanspruchung.  Die Unterschiede in Größe und Figur ist bei den Leichtathleten manchmal so groß, aber zeigt ganz deutlich, dass es sich hierbei um eine Aktivität handelt, die jeder ausüben kann, der  sich dafür interessiert. Wenn es ein Risiko dabei gibt, dann in Form von Verletzungen des Trainingsprozesses.

Für die meisten Athleten bedeutet der Wettkampf Können und Dominanz durch kraftvollen Einsatz zu zeigen. Die Versuche, auch Probe genannt, vor Wettkampfbeginn, ist ein reines Ventil für angestaute Emotionen, zum Ausdruck von Frustrationen, die sich im Laufe des Tages ansammeln, Dampf abzulassen. Am Ende gibt es einen Sieger und einen Verlierer. Der Wettkampf ist geprägt von Rivalität, Kampf, Sieg oder Niederlage. Wie die Athleten ihre Rolle wahrnehmen ist von Mensch zu Mensch verschieden. Es geht darum, dass Personen ihr Können an dem anderen messen. Wenn man einen schlechten Tag erwischt, schlägt sich der Wettkampf nieder, aber man muss dennoch abschalten und sich ganz auf die Gegenwart konzentrieren.

Fast alle Disziplinen in der Leichtathletik sind mittelmäßig riskant. Man kann das Risiko minimieren oder sich schaden zuzufügen. Bei den Trainern wird die Verantwortung für Sieg oder Niederlage zwar geteilt. Das alles an dem Wettkämpfer selbst liegen sollte, ist meiner Meinung nach wohl falsch. Oft, aber nur relativ, hat der Coach-Trainer-Betreuer seine Athleten im Laufe eines Wettkampfes um spätere Rückschläge (böse Verletzung) zu vermeiden, zurückgezogen. In der Tasche hat er immer Daten über Grundrhythmen seiner Athleten dabei. Der Wettkampf und das Verhalten während der Pause können genügend Gelegenheiten bieten, aber wenn die Grenzen des Tages erschöpft sind, dürfen sie konsequent nicht überschritten werden. Es kann Frustration und negative Konsequenzen in sich haben. Emotionelle Blockierungen (Wachstum) weisen auf körperliche Stellen die noch schwach, nicht flexibel oder geformt sind.

 

Periodisierung des Trainings ist noch aktuell und in Bücher geschrieben und wird ebenso angewendet. Es wird unbewusst hart trainiert, wenn der Körperzustand in der Regenerationsphase ist. Nach Einschätzungen erstreckt sich idealerweise die unmittelbare Vorbereitung auf einen Saisonhöhepunkt über 14 Wochen. Außerdem sieht man in dieser Lockdownverlängerung einen Grund für die diversen verletzten, angeschlagenen oder rekonvaleszenten Athleten. Nun zeigt die Biorhythmuskurve jeden Tag neue Werte, die  über jeden einzelnen Tag vorliegen, die über Wochen, Monate und nichtsdestotrotz über Jahre hinaus strecken. Damit sind starke Anstrengungen speziell am Ereignistag auch bei den Wettkämpfen zu vermeiden und im Voraus genau kalkulierbar. Man muss wissen, dass kein Tag dem anderen gleicht und das gerechnet über mehr als fünf Dekaden lang! Anzeichen wie Nervosität, innere Unruhe, Schlafstörungen, Reizbarkeit und Trainingsunlust führen einerseits zur Reduzierung  der Trainingsintensität, oder man tritt leider zurück. Allgemein ist es besser erholt ins Training zu gehen als weiter zu trainieren und die mühsam aufgebaute Muskelmasse zu verlieren.

Lasses Körperfähigkeiten haben sich bisher und trotz „Lockdown“, das Kugelstoßen kaum abgewöhnt.

Sportpsychologie ist ziemlich neu, und Studien über Sportler gibt es schon seit den 40er Jahren. Beliebte Frage ist ob es Sport-spezifische Persönlichkeiten gibt? Die Studien über Sportler sind nicht leicht zu interpretieren, da die Wissenschaft andere Methoden verwendet wie z.B. suche einen olympiareifen Sportler, andere im Sportunterricht zu entdecken oder bei einer Vergleichsmöglichkeit zwischen Siegern und Verlierern zu finden, oder ob Sportler besser sind als Nicht-Sportler. Nach bestimmten Rückschlüssen auf die Persönlichkeit von Sportlern fand Trainer Jack heraus, die noch dunkele Seite für viele Trainer, die wahren Eigenschaften eines Sportlers. Alle Wettbewerbe sind Maßstäbe, die Konkurrenz unter die Lupe zu nehmen, damit ein Vergleich leicht zu erzielen ist, zwischen was fassbar ist und nicht an das was man abstrakt denkt. Verschiedene aber bestimmte Wesensmerkmale soll der Sportler betont mitbringen. Schlussendlich liegen die Stärken im Mental und im Emotionalen Bereich, generell analysiert in eine unveränderte Reihenfolge. Diese Methode ist die Folge von Biorhythmus und kinesiologischen Kenntnissen, die mir scheint nicht zu trennen sind. Daraus kann ein Persönlichkeitsmerkmal nach dem Körper-Seelischen-Geistigen Zustand teilweise stark oder weniger beeinflusst werden. Negatives Verhalten das schon existiert, sollte „step by step“  bearbeitet werden und Erscheinungen in Vergessenheit verschwinden lassen. So einfach ist das Thema nicht. Eine Lösung ist, dass man viele Wettkämpfe mit machen sollte. Es hat eine Menge Auswirkungen auf Körper und die Psyche. Training ist nur ein Bestandteil des Lebens. Das führt zu einer Änderung langsam, fast unmerklich, aber nichtsdestotrotz auf lange Sicht von Bedeutung. Die Natur der Persönlichkeit ändert sich nur mit der Zeit. Da der Mensch nie vollkommen frei von Interaktionen, Austausch oder imaginären Handlungen ist, werden sie immer in einer sozialen Umgebung oder Ebene funktionieren.

Die Menschen die trainieren, haben einen unterschiedlichen Trainingsstil. Dabei gibt es eine umgangssprachliche Bedeutung von „gesellig und nicht gesellig“, das angestrebte Verhalten oder das zweite, das tatsächliche Verhalten. Die Antwort zeigt ein gewisses Gleichgewicht, eine Ausgewogenheit. Das Verhalten richtet sich nach Einstellung zu anderen Menschen mit Spontanität und Beherrschung. Zwei weitere Begriffe werden in Verbindung gebracht und zwar intuitiv und analytisch. Beherrschung resultiert oft aus viel Nachdenken und Analysieren. So wird klar, dass das, was einem intuitiv vorkam, aus sorgfältiger Analyse und genauen Beobachtungen resultiert. Da findet der Trainer den Reiz um sich mit einer oder verschiedenen Sachen zu beschäftigen.

Aggression kann aus Frustration resultieren und ist oft ein missverstandener Begriff. Es ist eine Art Energie, die einem hilft mit dem Leben fertig zu werden, eine feindselige oder zerstörerische Interpretation die eine notwendige Anstrengung  oder eine unnötige Kraft bedeuten. Mit der Leichtathletik ist >Durchsetzungsvermögen< das richtige Wort. Dieser Begriff kommt immer wieder vor im Gespräch. Da verbindet man einen gesellschaftlichen akzeptablen Weg, das Leben zu meistern.

 

DEUTSCHER LEICHTATHLETIK-VERBAND

 

BESTENLISTE 2021   

 

#Kugelstoßen

 

DLV – Hallen – Bestleistung:

Bisher beste Hallenbestleistung:   21,56m Patrick Müller (SC Neubrandenburg) 2013

Hallen-Bestleistung 2020:             20,35m Dominik Idzan (LG Stadtwerke München)

 

DLV – Hallen – Bestenliste mJ U18 2021                                                      Stand: 18.04.2021

Leistung Name Jhg Verein Datum Ort
19,49 Lukas Schober 2004 SG Weißig 1861 24.01.21 Chemnitz
16,96 Mikosch Dahmen 2004 LG Stadtwerke München 31.01.21 Rochlitz
16,27 Lasse Schulz 2004 TV Plieningen 20.02.21 Stuttgart
15,91 Ole Mehlberg 2005 SC Neubrandenburg 31.01.21 Rochlitz
15,86 Georg Harpf 2005 MTV 1881 Ingolstadt 31.01.21 Rochlitz
15,39 Michael Neunroth 2004 Eintracht Frankfurt e.V. 17.01.21 Frankfurt a.M.
15,21 Shan-Paul Fritzsche 2005 SV Vorwärts Zwickau 31.01.21 Rochlitz
15,01 Adam Kucik 2005 LG Stadwerke München 06.02.21 München
14,37 Luis André 2005 MT Melsungen 31.01.21 Rochlitz
13,63 Marec Metzger 2004 TSV Gomaringen 13.02.21 Frankfurt a.M.

 

 Athleten die in einem Kader sind, konnten mit einigen Landesverbänden Wettkämpfe während der Corona-Pandemie  intern durchführen.

 

Das ist eine Investition in die eigene Person, so, wie wenn man immer wieder Geld beiseite legt für den Ruhestand.

Was die Psyche angeht, muss man sich fragen, was man im hohen Alter erntet, wenn man durch Fitnesstraining in seine Kreativität investiert. Wenn man in die Isolation investiert, wie zahlt sich das auf lange Sicht aus? Es besteht kein Zweifel, dass man durch sportliche Betätigung seine Persönlichkeit beeinflussen kann. Es mag nur eine minimale Änderung sein, aber auf lange Sicht macht sich dies doch bemerkbar.

 


Mai jcg 2021

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: