April 2021 Freude an Bewegung

25. April 2021

April 2021 Freude an Bewegung

April/2  Freude an der Bewegung

Corona-red./ homeoffice

Die Bedeutung von Bewegung – Gesundheit für Kinder und Jugendliche, u.s.w.

Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, dass das moderate Bewegungstraining später in den Alltag integriert werden kann. Die Freude an der Bewegung ist das Wichtigste, ebenso die Regelmäßigkeit. Egal, welche Sportart – man beginnt langsam und der Körper sollte nicht überfordert sein, denn das bringt keinen Trainingserfolg und führt lediglich zu Frust.

Strecken, dehnen, räkeln halten die Muskeln ohne sie zu belasten in einer gleichbleibenden und natürlichen Spannung. Diese Reflexe erfolgen instinktiv und ohne Überlegung zum körperlichen Wohlbefinden. Ein ordentliches Bewegungsdefizit kann jeder für sich ab dem Aufstehen feststellen. Bei allen morgendlichen hygienischen Betätigungen ist unser Körperzustand beim Zähneputzen verspannt und steif, beim Vorneigen zum Waschbecken spürt man ein unangenehmes Ziehen im Rücken, es fällt weiter schwer, Socken anzuziehen etc. Fühlt man sich außerdem trotz geringer körperlicher Belastung im Berufsleben müde und schlapp, dann liegt es keiner muskulären Ermüdung mehr zugrunde, sondern es handelt sich vielmehr um einen nervlich-seelischen Erschöpfungszustand. Die Gründe für dieses Körperliche Unwohlsein findet man im Leistungsdruck in der Schule oder im Beruf, in der einseitigen Beanspruchung am Arbeitsplatz und in der Alltagshektik. Ein großer Teil unseres Unwohlseins steht in direkter Verbindung mit mangelnder körperlicher Betätigung. Die negativen Auswirkungen eines inaktiven Lebens zeigen sich bereits und sehr auffallend bei Kindern auf unterschiedlichen Ebenen: Körperlich inaktive Kinder weisen geringere schulische Leistungen auf und haben neben Haltungsschäden einen höheren Fettanteil bis hin zu Adipositas. Trotz dieses Wissens und der steigenden Wahrnehmung in der Gesellschaft ist der Anteil der „Sportmuffel“ und „Bewegungsverweigerer“ erschreckend hoch.

Dabei ermöglichen gerade die ersten Jahre des Lebens – durch den natürlichen Bewegungsdrang – eine große Chance, um ein lebenslanges Bekenntnis zu Bewegung und Sport zu ermöglichen. Wichtig ist es, Kindern positive Erfahrungen mit unterschiedlichen Bewegungsformen und Sportarten zu ermöglichen. Neben dem natürlichen Drang sich zu bewegen, Spaß und Freude zu erleben, werden Bewegung und Sport auch die Vermittlung von Werten wie Gesundheit und soziales Lernen zugeschrieben. Körperliche Aktivität, Bewegung und Sport fördern und beeinflussen verschiedene Bereiche in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen (und später natürlich auch von Erwachsenen), die vor allem – aber nicht ausschließlich – die physische, emotionale, soziale und intellektuelle Entwicklung betreffen.

Unter Kindern und Jugendlichen ist eine deutliche Abnahme des Aktivitätslevels im Verlauf des Schulalters bereits von 7 bis 14 Jahren festzustellen.

Kinder und Jugendliche verbringen tagsüber heute 90 % der Zeit sitzend, liegend oder in nur leichter Aktivität. Das Spektrum der Faktoren, welche sich auf das Bewegungsverhalten der Kinder und Jugendlichen auswirken, ist breit. Es reicht vom Einkommen der Eltern über die regionale Einbettung, die Anzahl Geschwister bis hin zur Vorbildfunktion der Eltern.

 

Modernste Geräte haben uns den Alltag einerseits sehr erleichtert, aber sie haben auch ernsthafte Probleme mit sich gebracht. Statt zu laufen fahren wir, verbringen einen großen Teil in sitzender oder stehender Position. Eine ausgleichende körperliche Arbeit ist also nahezu ausgestorben. Das heißt die technischen Erfindungen der vergangenen Jahrzehnten, die hergestellt worden sind, entpuppen sich als Gefahr für unsere Gesundheit. Fehlverhalten am Arbeitsplatz und auch in der Freizeit hegen ungeahnte Gefahren.

Ausdauer Sportler ist der Mensch geworden, wenn es, um nur zwei der bequemen Tätigkeiten zu nennen, um stundenlanges sitzen vor dem Fernseher oder Computer oder lange Autofahrten geht. Oft  ist der persönliche Hang zur Trägheit so groß, dass sich die Begeisterung für eigene sportliche Aktivitäten in Grenzen hält. Statt dessen werden fremde sportliche Aktivitäten konsumiert, sei es als Fern-Seher oder als Zuschauer in Sporthallen oder Stadien.

Fazit: Wir schenken unserem Körper zu wenig Beachtung. Dasselbe gilt auch leider für unsere Ernährung.

Das andere Extrem unseres Verhalten liegt in dem Wahn, einen durchtrainierten Traumkörper unser eigen nennen zu wollen. Viele Menschen führen einen erbitterten Kampf gegen Falten, Fettpölsterchen, Cellulitis und andere Mängel. Dies führt oft zu psychischen Krankheiten wie Depressionen und krankhaftem Essverhalten (Magersucht). Körperliches Wohlbefinden könnte man erreichen, indem man lediglich zu den Grundmuster seiner Körperbewegungen, welche schon seit Jahrtausende in traditionellen Bewegungsformen verankert sind, zurückkehrt.

Nur wenigen ist bewusst, dass Sport in seiner Gesamtheit, insbesondere in vielen Ländern Europas, ein enormer Wirtschaftsfaktor ist.

 

Sportliche Betätigungen, egal welche Art, fördern die Gesundheit.

Aber nicht alle Sportaktivitäten sind hinsichtlich ihrer gesundheitsfördernden Wirkung gleich hoch anzusetzen. Außerdem eignen sich nicht alle Sportarten für eine lebenslange Bewegungsaktivität. Die allgemeine Leistungsfähigkeit und Gesundheit kann man am ehesten mit Hilfe von Ausdauersportarten steigern. Ein 100m-Lauf und Gewichtheben sind keine adäquaten Betätigungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit des Herz und Kreislaufsystems. Dasselbe gilt auch für das von den Sportvereinen als Leistungsüberprüfungstest angebotene Sportabzeichen. Wer vital und gesund  bis ins hohe Alter bleiben will, sollte sich daher einer Ausdauersportart zuwenden. Laufen als eine elementare Fortbewegung, wird dabei favorisiert. Als Äquivalent werden noch Schwimmen und Radfahren bevorzugt.

Vorbereitung Sportabzeichen z.B.

 

  1. Die Belastungsdauer muss mindestens 3 Minuten dauern.
  2. Die Belastungen müssen dynamisch sein (statische Belastungen wie z,B. Bogenschießen haben keine Kreislauf fördernden Wirkungen.)
  3. Die Pulsfrequenz sollte dabei auf mindestens 180 Schläge minus Lebensalter ansteigen.

 

Die Gründe dafür sind folgende:

 

  • Die Belastbarkeit des Herz und Kreislaufsystems nimmt zu. Die Herzschlagfrequenz pro Minute sinkt, der Blutauswurf pro Herzschlag nimmt zu.
  • Die Sauerstoffversorgung des Organismus wird durch Kapillarisierung und Erhöhung der Vitalkapazität verbessert.
  • Das Stoffwechselgeschehen ökonomisiert sich und der Blutfettspiegel wird gesenkt.
  • Überschüssige Kalorien werden je nach Belastung und Kalorienaufnahme ganz oder teilweise verbraucht. Die weitere Gewichtszunahme wird gestoppt.

 

Freude an Bewegung in Familien geteilt

Sehr klar waren die Ergebnisse bezüglich des Bewegungsverhaltens der Eltern. Kinder von aktiven Eltern sind ebenfalls aktiver. Wird die körperliche Aktivität von den Eltern gefördert, wirkt sich dies auch auf die Kinder aus. Ebenfalls klar ist der Zusammenhang von körperlicher Bewegung mit der Anzahl der Kinder pro Haushalt: Je mehr Kinder in einem Haushalt wohnen, desto aktiver ist das Kind. Vermutlich animieren sich Kinder gegenseitig zu mehr Bewegung – ein Effekt, der bei Einzelkindern nicht vorkommt. Ein hohes Arbeitspensum der Eltern wirkt sich nur dann negativ auf das Bewegungsverhalten der Kinder aus, wenn diese nicht fremd betreut werden, zum Beispiel durch Großeltern oder Verwandte.

 

Sport und Gesundheit

Bewegung, Gesundheit und Lebensqualität stehen in einem engen Zusammenhang. Die Bedeutung regelmäßiger körperlicher Aktivität für die Gesundheit wird in zahlreichen Studien belegt. Positive Wirkungen von Bewegung lassen sich feststellen in Bezug auf Herz-Kreislaufsystem, Atmung, Verdauung und Stoffwechsel, Bewegungsapparat, Nervensystem, Immunsystem, Hormonsystem und die Psyche. Körperliche Gesundheit stellt jedoch einen Bruchteil dessen dar, was Bewegung und körperliche Aktivität leisten können. Weitere Bereiche, die das menschliche Wohlbefinden bestimmen, werden ebenfalls positiv durch Bewegung beeinflusst, wie z.B. Emotionen, das Sozialkapital oder die Intelligenz. Da Spiele häufig im Mittelpunkt des Sportunterrichts stehen, eignen sich Unterrichtsangebote aus dem Lernbereich Bewegung und Sport besonders, um Regelverständnis, Rücksichtnahme, Fairplay und Verantwortungsbereitschaft zu fördern.

Bewegung und Sport erfordern Leistungsbereitschaft.

Diese kann vor allem im Rahmen von kleinen und großen Sportspielen durch Kooperation in der Gruppe erbracht werden. Gemeinsam erzielte Leistung führt zu intensivem Erleben von sozialem Miteinander. Im Zusammenhang mit Einzelleistungen, wie sie etwa beim Schwimmen oder in der Leichtathletik erreicht werden, ist vorrangig das individuelle Leistungsvermögen zu berücksichtigen und der persönliche Lernfortschritt anzuerkennen. Darüber hinaus stellt der Leistungsvergleich in Konkurrenz mit anderen eine wichtige Erfahrung dar. Hinweise für den Unterricht mit dem Sportunterricht zu verbinden sind zwei wesentliche Zielsetzungen: Er dient der Entwicklung von Bewegungsfreude durch ein Erlebnis orientiertes, vielfältiges und individuell angemessenes Bewegungsangebot. Es eröffnet Möglichkeiten zu gesellschaftlicher Teilhabe in Freizeit relevanter Sportarten.

 

Dieser Bericht wäre nicht möglich gewesen, ohne meine Teilnahme an im Ausland stattfindenden Lehrgängen, wobei ich als Leichtathletiktrainer mit anderen anwesenden Teilnehmern mit Videoaufnahmen konfrontiert wurde. Daraus mussten wir als Aufgabe die wichtigsten Teile von dem Video stark gekürzt mitteilen.

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: