27.04.2019 Spaichingen

27. April 2019

27.04.2019 Spaichingen

Spaichingen-red./jack. Eine kleine Fraktion der Leichtathletikabteilung nutze am letzten Wochenende der Osterferien einen Wettkampf in Spaichingen, um die Leistungsentwicklung weiter zu optimieren. Die Veranstaltung wurde hervorragend vorbereitet, so dass sich alle Sportler/innen einig waren: dieser Wettkampf bildete für die Leichtathleten eine schöne Eröffnung der Freiluftsaison.

Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung in gelassener Atmosphäre, trotz der häufig sehr knappen Ergebnisse, besonders im Bereich der vorderen Ränge. Unsere Athleten hatten ein umfangreiches Programm und kamen in verschiedenen Disziplinen zum Einsatz. Anderseits ist es wichtig die Wettbewerbe zu variieren um die Motivation zu behalten. So durften unsere Athleten auch mal ohne wirklichen Leistungsdruck, sondern mit Fokus auf den Spaß am Wettkampf in den Ring gehen. Der Trainer seinerseits entspannt, legte den Fokus als Zielsetzung vor allem auf Dinge wie Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer, Koordination und Schnelligkeit. Ein kalkuliertes Risiko wollten die Athleten trotzdem eingehen, auch wenn sie noch den Grundsatz «leben und leben lassen» beherzigen wollten, stand einem wahrlich glücklichen Nachmittag der von Erfolgen gekennzeichnet war nichts mehr im Wege.

Wieder einmal war auf unsere drei Teilnehmer Verlass. Rundum topfit machten Lasse Schulz M15, Nathanael Bordne U18 und Samantha Hübner W13 an Ort und Stelle ihrem Ruf als Wettkampftypen alle Ehre.

Im Sprint-Sprung Wettbewerb möchte Lasse bestimmt eine gewisse Kontinuität erhalten was ein effektives Lernen weiter erfordert. Wie beim lernen schlechthin geht man vom Leichten zum Schwierigen / Komplizierteren über. Es ist besser manchmal zu pausieren, als sich zu verausgaben, so trat er nicht so stark aufs Gas wie üblich und nahm einfach Abstand vom Diskus und Speerwurf. Eine kurze Schonfrist vor den kommenden Meisterschaften war das richtige Maß das auch für Nathanael und Samantha Geltung hatte, sich bestimmte Disziplinen zu gönnen, die ihre Berechtigung hatten. In verschiedenen Anlagen und bei empfindlich kühlem Wetter mit kurzen Regenfällen wurden die Wettkämpfe eröffnet. Zur Beginn übersprang Lasse im Hochsprung 1,55 m und im Sprint übertraf er sich selbst. So erreichte er wieder erfreuliche zwei neue persönliche Bestleistungen.

Nach Haslach klettert Lasse nun in die Top 5 der Deutschen Bestenliste.

Damit bestätigt er seine Vormachtstellung.

Nach dem gelungenen Freiluftsaisoneinstieg in Salem, Karlsbad, Bruchsal und letztlich Haslach setzte das junge Leichtathletiktalent seinen Höhenflug fort.

Die wohl am höchsten zu bewertende Leistung geht wiederum auf das Konto von Lasse Schulz (M15) im Kugelstoß, der im ersten Versuch die Kugel über 14,02 m schleuderte und anschließend eine konstante Stoßserie vorweisen konnte. 

Der erste Versuch war der Schlüssel zum Sieg. Er übertraf zwei Topfavoriten und Lokalmatadore, die dem Kader Baden-Württemberg angehören. Aber wie traurig es sein kann, sie fanden kein Rezept Lasse zu schlagen. Schach matt gesetzt lagen beide Kontrahenten einen Meter hinten. Wie gewohnt zeigte Lasse den Kollegen jedoch nicht zu sehr seine Freude über seinen Triumph. Es wird Lasse zugetraut, dass er sich zukünftig zur Nummer eins der Württembergische Bestenliste hocharbeiten wird.

 

Nathanael Bordne glänzte mal wieder mit drei Siegen.

Wenn er seine Grenzen kennen würde und sich im Klaren wäre, wie weit er kommen kann, so bot ihm dieser Tag glücklicherweise optimale Möglichkeiten und er nutzte sie.

Höchst erfolgreich bei dieser Veranstaltung, der Beginn im Kugelstoß. Kämpferisch konnte Nathanael Bordne (U18) ein sehr beachtliches Ergebnis einfahren. Eine Disziplin, der er normalerweise mehr oder weniger Beachtung schenkt, überraschte er mit einem Stoß bis 11,05 m und gewann verdient.

Zwischenzeitlich beherzte Nathanael Bordne (U18) den 100 m Sprint, wobei alle Athleten in seiner Altersklasse mit windigen Wetterbedingungen kämpfen mussten. Leider kam niemand mit den wechselnden Windbedingungen klar. Seine erlaufene Zeit wurde dennoch mit einem Podestplatz als zweiter belohnt.

Im anschließenden Weitsprung steigerte er seine Bestleistung aus dem Vorjahr, hier in Spaichingen eben (5,02 m gesprungen) auf sagenhafte 5,57 m und führte die Konkurrenz sogar zeitweise an. Am Ende ergatterte er den zweiten Sieg. Dazu noch zu erwähnen, die hervorragende Annäherung bis zum Balken und die Absprünge. Die gelungene Weite entsprach unserer Erwartungen, aber daß es zum Sieg führen würde …. jein!

Im Hochsprung war Nathanael seiner Favoritenrolle gerecht und sprang in seiner Altersklasse stolze 1,78 m hoch. Dies mal wollte er aktiver als in Bruchsal auftreten und taktisch cleverer sein. Kein anderer Athlet in seiner Altersklasse konnte ihm das Wasser reichen und er trumpfte mit neuer persönlicher Jahres Bestleistung. Leider patzte er knapp bei der Höhe von 1,81 m. Somit platziert er sich aktuell noch auf den 1. Deutschen Bestenlistenplatz.

In diesem Ranking ist Nathanael bis heute dieses Jahr (2019)  von allen Plieninger Athleten auch am weitesten vorne platziert, aber im Laufe des Jahres sind unverzüglich große Verschiebungen sicher zu erwarten.

Zahlenmäßig am stärksten war die Altersklasse W13 „  Wo Licht ist, ist auch Schatten „, und der Mensch kommt nicht daran vorbei. Auftrumpfen konnte Samantha auch in den anderen Sprungdisziplinen was in allen Fällen persönliche Bestleistung bedeutete.

Die Letzte im Bunde Samantha Hübner W13 die das Team vervollständigte. Gleich mehrfach konnte sie sich in der Siegerliste unter den besten acht einreihen.

Im Weitsprung stellte sie einen neuen Vereinsrekord mit 4,14 m auf. Sie sprang diese Weite genau ein zweites Mal im letzten Durchgang. Sie zeigte sich am Ende mit Rang sieben und einer schönen Wettkampferfahrung zufrieden.

Samantha wusste in einer ihrer Stammdisziplinen dem Ballwurf (200 g) zu glänzen. Sie hat verträumte Vorstellungen, die in Spaichingen teilweise in Erfüllung gehen konnten. So beendete sie souverän als Siegerin diesen Wettkampf mit dem weitesten Wurf von 38,00 m. Im letzten Versuch zeigte sie Mut zum Risiko und probierte das Unmögliche noch möglich zu machen, was sie auch schaffte. Damit rangiert sie sich aktuell auf den 5. Deutschen Bestenlistenplatz.

Im Sprint hat sie noch Potential nach oben, aber die Hoffnungen wurden in Spaichingen von starkem Gegenwind begraben. Obwohl sie nicht zurecht kam glückte eine Zeit von 11,50 Sekunden und rangierte sich auf Platz fünf.

Ebenfalls eine gute Leistungen hinterließ sie dann in dem folgenden Sprungwettbewerb: Im Hochsprung standen 1,26 m zu Buche. Mit der Anfangshöhe hatte sie ihre Problem und es hätte ein Null Nummer werden können. Am Ende wurde sie knapp geschlagen. Die endgültig übergesprungene Höhe reichte für Platz zwei in der Gesamtwertung.

Trotz leicht zu erlernender Technik kann man den Flop in 4 Phasen teilen: Anlauf, Absprungvorbereitung, Absprung und Flug. Man sollte beim Anlauf eine bestimmte Geschwindigkeit erreichen und die Latte bogenförmig in einer so genannten Impulskurve anzusteuern. An diesen genannten Schwerpunkten fehlte bei Samantha die Präzision.

 

Trainer Gilgien war mit dem Abschneiden seiner Athleten ausgesprochen zufrieden und gelassen, da sie sich auch in ihren nicht Paradedisziplinen zum Teil erheblich steigern konnten. Schließlich gab es nur strahlende Gesichter. 

Gezeichnet waren alle vom den heutigem Wettkampf und außerdem stolz, den Tag erfolgreich bewältigt zu haben. Die nächsten Wettbewerbe werden wohl sehr spannend und vielversprechend werden. Alles in allem hat sich die Reise nach Spaichingen gelohnt.

Danke an alle Athleten für die guten Leistungen und schöne Stunden.

Fazit: „Erledigt ist besser als perfekt.“

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: