23.06.2019 Koblenz

23. Juni 2019

23.06.2019 Koblenz

Jetzt geht´s um Sein oder Nicht-Sein. Lasse Schulz Meilenstein!

Koblenz-red./jack. Mit einem undankbaren vierten Platz hat das Warten ein Ende.

Ein Trainer muss eine eigene Handschrift haben. Klingt sehr ambitioniert, aber mit seinem Konzept haben wir es immerhin bis in die Süddeutsche-Meisterschaften geschafft. Nach Nathanael Bordne (U18), Lasse Schulz und Arne Schwarz (U16). Drei Athleten die der Leichtathletikabteilung zur Zeit eine ganz besondere Farbnote geben. Aufgrund ihrer Leistungen werden Ihre Namen mit Sicherheit immer klangvoller. Am Wochenende in Koblenz zeigten beide Leistungsträger (M15) der Abteilung Nervenstärke und Einsatz.

Nach Ludwigsburg, nun Standortbestimmung Koblenz der nächste Kraftort für Lasse und Arne. Trotz der extrem warmen Temperaturen wurden einige sehr gute Leistungen erzielt. Insbesondere in der Altersklassen M15 waren die Teilnehmerfelder gut besetzt. Athleten aus großen Teilen des südlichen Bundesgebiets hatten den Weg nach Koblenz gefunden. Sie stellten sich der Konkurrenz aus ganz Süddeutschland und präsentierten sich in beachtlicher Form. Auffallend diejenigen die gerade vom Urlaub zurück kamen, mussten mit schwachen Leistungen dafür Tribut zollen. Unsere beide Qualifikanten Lasse und Arne kämpften mit Bravour um Zeiten und Weiten. An ihre guten Leistungen konnten beide Athleten (M15) anknüpfen und waren trotz der Hitze mit großer Motivation dabei.

Nur einer Selbstüberschätzung nach könnte man unter Umstände zum Opfer fallen. In Koblenz konnte man sich nochmals bestätigen und allenfalls doch noch ein kleines Ausrufezeichen setzen.

Hochklassige Leistungen im Kugelstoß.

Für diese Herausforderungen war Lasse insbesondere gut gerüstet. Damit klar auf Kurs Richtung neuer persönliche Bestmarke. Er wertete zum neunten Mal nach 14 Teilnahme in der aktuell laufenden Freiluftsaison erneut mit persönlichen und Vereins-Rekordverbesserung auf.

Einen Medaillenrang knapp verpasst.

Der Kugelstoß in „punkto“ Spannung war wohl kaum zu überbieten. Es entstand ein Wechselbad zwischen Verzweiflung und Wahn. Der Traum die 15 Meter zu knacken kam zwar gedanklich immer näher, dass es dann Realität wurde, war unfassbar. Dabei freute sich Lasse über seine super Leistung. Aber die direkte Qualifikation für die kommende Deutsche – Meisterschaften in Bremen konnte nicht angenommen werden.

Ernüchternd da er keine notwendige Zusatzleistung in den anderen Blöcken wie Sprung, Sprint oder im Lauf erbracht hatte. Erklärung: in der Altersklassen U16 soll eine Spezialisierung vermieden werden.

Er trat in seiner Paradedisziplin Kugelstoßen an. In dem erlesenen Teilnehmerfeld startete er auf dem Papier als einer von fünf aussichtsreichsten Medaillenkandidaten. Das Gefühlsbarometer kletterte in die Höhe, da Lasse jemand ist, der seine Schwächen überwinden kann. Umso skurriler der Auftakt. Etwas Anlaufzeit braucht Lasse um wieder auf Touren zu kommen. Zügig ging´s dann bergauf, da er zu seiner alten Stärke zurück fand. Eine Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Einen starken Auftritt hatte Lasse schon im zweiten Versuch mit 14,87 m. Im dritten Durchgang schleuderte er das Flugobjekt bis auf die 15,05 Meter Marke. Die alte Bestmarke polierte er um fast  26 cm auf. Nach dem perfekten Stoß stand er zur Halbzeit auf dem dritten Rang. Im weiteren Verlauf änderte sich bedauerlicherweise das Blatt, da die letzten zwei Versuche misslangen und er den Faden verlor. Ummünzen konnte er es aber nicht und wurde schließlich noch im fünften Durchgang abgefangen. Übrig blieb nun der undankbare vierte Platz. Jedoch erwähnenswert ist die Leistung von Lasse hoch einzuschätzen. Ab Platz fünf, standen die nächsten Qualifikanten mit 1,20 m Rückstand und weiter nach unten. Die fehlende Grundschnelligkeit ist bei Lasse teilweise angekommen und macht sich bemerkbar. Da holt er noch sehr viele Zentimeter mehr dazu. Er kann viel bewegen, wenn er Unterstützung bekommt. Verletzungsfrei sollte Lasse bleiben. Alles Gute und herzliche Gratulation zu der Leistung und seinem vorbildlichen Einsatz.

Arne mit durchwachsenem Tag

Ein spezieller Moment trotzdem ein außerordentlich schwieriges Unterfangen für Arne.

Das erzielte Ergebnis im Sprint hat Aufbaupotential für das nächste Jahr wiederholt und verbessert zu werden, wodurch die am Wochenende erbrachte Leistung sich noch mehr hervorheben lässt. Enthusiasmus fehlt bei Arne nicht. Er habe unter Coach Gilgien bis dato sehr viel gelernt und sehr gute Leistungen gezeigt. Er ist aktiv, lebhaft und noch mehr an Bewegung interessiert als ohnehin schon. Wie Schulkamerad Lasse kann Arne viel bewegen, wenn er Unterstützung bekommt.

Der Trainer ist zuversichtlich und hat Vertrauen in seine Fähigkeiten. Er soll sich nicht durch andere Meinungen von seiner Überzeugung abbringen lassen. Das Gefühl wenn man gewinnt, ist wunderbar. Wenn man aber verliert, tut man nicht genug, um die Situation zu ändern.

Sich mit den Besten im direkten Vergleich aus Süddeutschland zu messen und dabei zu sein, bedarf einer guten Vorbereitung, um beim Wettkampf starke Nerven zeigen. In Koblenz blieb er ohne Chance auf ein zählbares Ergebnis. Er sollte verletzungsfrei bleiben und weitere gute Starts in der restlich ablaufenden Freiluftsaison 2019 zeigen! 

Wir jammern nicht, wenn etwas nicht funktioniert, sondern fragen uns sofort, wie es doch noch funktionieren könnte.

Der Erfolg gibt Jack Recht, wenn wir an einem Strang ziehen.

Nach einer schwachen Leistung hat der Trainer immer einen Weg gefunden: Die langfristige Orientierung.

Nicht vergessen: Zu diesem Erfolg haben auch die Eltern beigetragen.

Fazit: Dem Neid wirst du entgehen, wenn du verstehst, dich im Stillen zu freuen.  (Seneca)

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: