22.09.2018 Leinfelden

22. September 2018

22.09.2018 Leinfelden

Sehr Unterhaltungswert die Veranstaltung in Leinfelden.

Die Voraussetzung in Leinfelden waren perfekt.
Viele Athleten waren ein Stück weit eingeknickt und zeigten Müdigkeitserscheinungen. Lasse Schulz und Späteinsteiger Arne Schwarz haben zum Saisonschluss noch etwas gut zu machen.

Schwächen haben auch ihren Platz.
Das Problem liegt in der Realität, die man zu sehr ausblendet. In eine lllusion sollte man nicht verfallen!

Und unserer schnellster Athlet zur Zeit?? Fokussiert, wie immer. Sein Blick auf das Ziel gerichtet schlug Arne vom Start aus ein sehr hohes Tempo vor und siegte im direkten Kreisvergleich (Zufall) auf neutralem Boden den über 100 m Sprint. Die 13,36 Sekunden die auf der Anzeigetafel zu lesen waren, bedeuten einen guten Lauf, aber im submaximalen Bereich.

Arne wirkt manchmal etwas zu passiv, da er hypersensible und nervös ist. Er sollte lieber konsequenter seine eigenen Ziele verfolgen und nicht so viel auf die anderen achten. Etwas mehr Selbstbewusstsein wäre ratsam. Es werden sicher einige Aufregungen und positive Veränderungen dazu kommen. Die Ziele, die sie schon seit einiger Zeit verfolgen, rücken immer mehr in greifbare Nähe. Auf dem Boden der Realität bleiben und die gesteckten Ziele konsequent verfolgen ist die Devise des Trainers an seine Schützlinge.

Mit guten Ideen und einer Extraportion Optimismus standen für Arne beim Kugelstoß, Weitsprung und Speer alle Türen offen. Sein Fleiß beim Training ist bemerkenswert und seine Aufgaben erledigt er grundsätzlich mit voller Energie. Mit seinem angeborene Fleiß sollte er manchmal nicht zu lange zaudern.

Bei der Disziplin Weitsprung bereitet Arne der Übergang vom Anlauf zum Absprung noch Schwierigkeiten. Diese Grundlage der Vertikalkomponente wird für Arne im Wintertraining ein wichtiger Bestandteil werden. Er sprang am weitesten 4,75 m und sicherte sich einen zweiten Platz. Kurz davor gelang Arne noch einmal ein Podestplatz als dritter im Kugelstoß mit 8,88 m. Mit dem Speer lag ein Podestplatz dort nicht in Reichweite. Trotzdem folgte eine neue persönliche Bestleistung (PB) mit 24,08 m und konnte so auf den fünften Platz schlüpfen.

Lasse in einer Edelverfassung.

In seiner Lieblingswurfdisziplinen lies er sich nicht in die Karten blicken. An diesem Werfertag zeigte sich Lasse Schulz mit einem gut gefestigten Selbstbewusstsein von seiner besten Seite. Er meisterte mit einer total verwandelten Leichtigkeit die Hindernisse und Schwierigkeiten im Wurfbereich.

Kurz vor Ende der Luftsaison 2018 stand Lasse vor einem Problem: keine Qualifikation für die Hallen und Bahnsaison 2019. Na dann!!!….So produktiv wie nie zeigte er sich wohl zum ersten Mal in einem Wettkampf an diesem Samstag in Leinfelden. Er ging ruhig und gelassen an die Arbeit heran. Man hatte das Gefühl, dass er Energie in sich hatte die er zum platzen bringen wollte. Er stellte, was weder er selbst noch der Trainer glauben konnten, drei neue Vereinsrekorde auf und die direkte Qualifikationen für alle Württembergische Meisterschaften Halle wie Bahn 2019 zusammen. Man hätte dieses Ereignis nicht besser ausmalen können. Durch diese unerwarteten Leistungen als Momentaufnahme kommt richtig Neid hervor. Seine Platzierungen M14 auf den Bestenlisten Württembergs haben sich beträchtlich verbessert (siehe www.wlv-sport.de/Bestenliste).

Im Diskuswerfen gab es eine Verbesserung von ca. 3 Metern. Aus Unsicherheit konnte er seine ausgelebte Kreativität, Zuversicht und klare Ausdruckskraft in den drei Wurfdisziplinen entwickeln. Die lange Pause tat ihm überraschend Gutes.
Feinabstimmung bekam er von Trainer, mehr nicht, bis wie aufgedreht der dritte Versuch mit 32,06 m erfolgreich zur Buche stand.
Konstruktiv ging es weiter mit dem Kugelstoß (4 Kg). Das Jahr 2018 begann er mit einer Bestleistung von 9,14 m. Seit Samstag in Leinfelden sind es 11,65 m im sechsten Versuch geworden. Die Kugel schwebte regelrecht in der Luft. Der Sieg 101 war einfach genial.

Meditativ und selbstsicher ging Lasse in Richtung neu gerichtete Sportanlage neben der LG Leinfelden. Sehr stabil die ersten drei Versuche. Zuhörend ging Lasse in seinem vierten Versuch. Der ersehnte, sehenswerte Versuch gelang ihm mit 36,80 m. Strahlend schaffte Lasse den dritten Vereinsrekord.

Conclusion: strive for progress not perfection, stay positive, work hard, make it happen.

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: