22.02.2020 Sindelfingen Regio-Meisterschaften U16

22. Februar 2020

22.02.2020 Sindelfingen Regio-Meisterschaften U16

Sindelfingen-red./ jack. Halbe-halbe ist die Hoffnung. Samantha W14 stellt zwei neue Vereinsrekorde auf.

Am Wochenende kämpften die besten regionalen Leichtathleten im Glaspalast um den Titel eines regionalen Hallenmeisters. 50 Vereine mit über 500 Athleten haben den Weg nach Sindelfingen gefunden, um die Möglichkeit zu haben bei diesem Hallensportfest teilzunehmen.

Leistungsgrenzen akzeptieren

Ein großes Anliegen mehr in Sindelfingen am Start zu sein. Im Glaspalast fanden die Titelkämpfe statt. Nachdem die Woche zuvor noch die U18 und U20 der Leichtathletikszene um die Süddeutschen und Baden-Württembergischen Titel kämpften, ging nun Samantha Hübner W14 die Nachwuchssportlerin der Altersklassen U16 an den Start. Die Halle erzeugt schon eine besondere Atmosphäre und wir fahren gerne hin. Nichtsdestotrotz wollte Samantha als einzige Starterin der Leichtathletikabteilung eine gute Leistung abliefern. Der Trainer hoffte, wir können eine Überraschung schaffen. Samantha beschrieb ihre Tageslage pessimistisch nicht gut genug zu sein und dass sie negative Erfahrungen in Sindelfingen gemacht hätte. Da sie vor dem Wettkampf nicht vollständig fit war, spielte es keine Rolle, weil der Trainer bereit war die Leistungsgrenze von Samantha bei diesen Meisterschaften zu akzeptieren. Als Anwärterin einen möglichen Podestplatz zu haben, diese Aussicht war vorhanden, womit sie dennoch teils gute Ergebnisse beweisen und erzielen konnte.

Unverständliches Verhalten?

Samantha war ein bisschen launisch und wusste nicht so recht, was sie wollte. Übermäßige Nervosität blockiert sowohl die Impulse vom als auch zum Gehirn. Das Gehirn funktioniert völlig anders als gewöhnlich. Die Konzentrationsfähigkeit ist so geschwächt, dass man sich mit kurzen Reaktionen sehr leicht irritieren lässt. Dabei wird das Körperbewusstsein herabgesetzt. Die Bewegungen hatten etwas Schwerfälliges, das kennzeichnete Samantha. Der Kontakt mit der Ursache der Blockierung geht verloren. Darunter leidet die Technik und das Ergebnis.

Die Begeisterung über die erbrachten Leistungen war bei Samantha jedoch zunächst sehr gemischt. Zu Beginn im ersten Wettbewerb war es ein sehr zäher Einstand. Es kam natürlich die nervliche Belastung hinzu, nicht verlieren zu dürfen und die Neigung dazu, sich zu sehr unter Druck zu setzen. Um das Verfeinern macht es Sinn, den Tagesbiorhythmus zu analysieren. Ein Warnzeichen deutete sich im Körperbereich (Biorhythmus) als Knackpunkt an. Da standen Fragen und Antworten im Zentrum. Somit ist es einfach erfreulich, Erkenntnisse zu haben die man zu Hause gewinnen konnte und die dazu resultierenden Ergebnisse später zu haben. Diese Problematik ist dem Trainer seit zwanzig Jahre bewusst. Der Sport birgt da auf jeden Fall große Möglichkeiten auf Verbesserung der Psyche. Nun konnte Samantha sich nur mäßig mit der Anpassung abfinden. Dafür fielen dem Trainer die Erklärungen nicht schwer, d.h. Samantha sollte ohne die Gefühle der Verpflichtung zu haben ihre Ziele erarbeiten. Das konnte sie speziell im Hochsprung Wettbewerb beweisen!

Wenn der Trainer die Ziele fest legt, fühlt sich der Athlet erleichtert.

Zum Beginn stand der Kugelstoß auf dem Programm. Am Ende Platz 4 von 11 Athletinnen, lediglich zwanzig Zentimeter auf den Bronzerang fehlten. Unverständlich der erste Wettkampfversuch aus dem Stand. Dann ab dem zweiten Anlauf stieg sie zu recht in den Wettkampfmodus und steigerte sich allmählich bis 7,78 m. Da hatte sie die nötige Energie, ihr Vorhaben effizient in die Tat umzusetzen. Damit konnte sie einige höher gewettete Athletinnen hinter sich lassen. Ziemlich unverständlich da sie den vierten Versuch gar nicht antrat und trotzdem wurde ein Ergebnis von 7,60 m notiert. Das Rätsel kann nur ein „Blackout“ bei den Kampfrichtern gewesen sein.

Mit dieser dennoch erreichten beachtlichen Leistung verfehlte Samantha als Vierte die Medaillenränge um gerade mal 20 cm. Übrigens eine Wohltat als „Highlight“ zuzusehen wie Samantha die Kugel im dritten Versuch meisterte. Willkommen war eine neue persönliche Bestleistung und Vereinsrekord.

Wir leben im Moment und schauen lieber nach vorne als zurück.

Kurz darauf, nach einer kurzen Pause, ging es dann auch weiter mit dem Hochsprung. Sie trat wie verwandelt und bewusster auf, doch davor musste sie sich nicht fürchten. Nach einigen technischen Korrekturen gelang es ihr trotzdem die Höhe bis 1,35 m auf den ersten Versuch zu erreichen. Bisher war Samantha einfach nur Klasse, zum richtigen Zeitpunkt so positiv und erfolgsorientiert eingestellt. Da meisterte sie ihre Aufgabe leicht und brachte sich in eine sehr gute Ausgangslage. Bei der nächsten Höhe von 1,40 m. Lag die Sensation in der Luft. Ärgerlich und knapp wurde ein vielversprechender letzter Versuch von Samantha, da sie mit den Fersen die Latte unglücklich touchierte. Als Dritte machte sie das überraschende Ergebnis für den TV Plieningen perfekt. Dazu addierte sich erneut eine neue persönliche Bestleistung und Vereinsrekord.

Anschließend schnürte Samantha erneut ihre Sprintspikes. Da sie gut aufgelegt war, stellte sie im ersten Vorlauf eine weitere persönliche Bestleistung im Ziel auf. Mit viel Einsatz und Fleiß kam sie gut aus den Startblöcken und erreichte die Ziellinie nach 9,11 Sekunden. Nach dem Sprint war die etwas saure Miene von Samantha verständlich,  da sieben Hundertsteln für den Endlauf gefehlt haben. Damit verbesserte sie ihre persönliche Bestleistung. Gratulation.

Schlussfolgerungen: Samantha konnte im Laufe des Wettkampfes ihr Verhalten kontrollieren, wenn nicht bewusst, dann unbewusst.

 

 Fazit:    Wenn der Mensch so viel Vernunft hätte wie Verstand, wäre alles viel einfacher     (L.C. Pauling)

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: