19.05.2019 Pforzheim

19. Mai 2019

19.05.2019 Pforzheim

Bestleistungen wie vom Fließband. Arne Schwarz erfüllte sich einen Traum.

Pforzheim-red./jack., Am Samstag ging es für die Delegation der Leichtathletikabteilung in Pforzheim an den Start. Bei allen Altersklassen gab es wie jedes Jahr herausragende Athleten, die es bei mehreren Disziplinen aufs Podest schafften. Um die Trainingsgruppe von „Jack“ Gilgien, der sich sportlich in seinen jungen Jahren stark als 800 m Läufer betätigte, konnte es seit Saisonbeginn nicht besser verlaufen. Unsere Athleten haben sich bei dem 38. Dreitäler Meeting in Pforzheim am vergangenen Wochenende erneut von ihrer besten Seite gezeigt. Wichtige Erfahrungen sammeln auf Landes-Sportniveau bleib uns wichtiger als der Sieg. Eine vertrauensvolle und optimistische Grundstimmung trägt dazu bei, dass den Athleten vieles gelingt.

Es geht für die Athleten um ausgewählte Disziplinen in den verschiedenen Altersklassen. Mit diversen persönlichen Bestleistungen glänzten Samantha Hübner (W13) Kugel, Lasse Schulz (M15) Sprint, Ballwurf, Hochsprung und Kugelstoß, Arne Schwarz (M15) Sprint, Weitsprung und Kugelstoß und schließlich Nathanael (U18) im Sprint. Insgesamt stolze bzw. sechs Podestplatzierungen, sechs neu aufgestellte Vereinsrekorde, zehn persönliche Bestleistungen. Letztendlich sorgte Arne dafür das unmögliche möglich zu machen. Zwei Tage vor Meldeschluß schaffte er die Norm im Sprint 100 m und gleichzeitig die direkte Qualifikation für die Württembergischen sowie die Süddeutschen Meisterschaften. 

Lasse Schulz (M15) teilte nach dem Wettkampf am Vortag in Weilheim seine Kräfte richtig ein. Er nutzte seine Energie sinnvoll. Im Moment ist er kaum zu bremsen. Als zweiter der Württembergischen Bestenliste wird er heute als krasser Favorit gestempelt. Außerdem startet Lasse mit vier Normerfüllungen in dieser noch jungen Saison.

Die idealen Bedingungen waren unter anderem für die Leistungsexplosion verantwortlich, die nach Pforzheim gepilgert waren.

Es gelang Samantha Hübner (W13) in zwei Disziplinen Siege zu ergattern und hatte Grund zur Freude auf dem obersten Treppchen zu stehen. Zum Beginn startete sie mit dem Kugelstoß. Im letzten Versuch erreichte sie dann die angepeilte Weite von 7,42 m und durfte einen neuen Vereinsrekord auf ihr Konto buchen.

Obwohl sie mit Wachstumsproblemen kämpft und manchmal einen Schritt nach vorne und zwei zurückgehen musste, konnte man im Sprint überzeugend eine Steigerung feststellen. In ihrer Altersklasse musste man sich mit einem Lauf (Zeitlauf ohne Finale) begnügen. Sie kam schnell in den Tritt und beendete die Sprintstrecke in 11,12 Sek. als Fünfte. Sechs Hundertstel blieb sie dem Vereinsrekord entfernt.

Leider kein guter Tag für Samantha im Weitsprung. Trotzdem sprang sie über vier Metern (4,04 m). Auf den letzten Versuch wurde verzichtet. Traurig war sie nicht. Es ging einfach gar nichts!! Sie hat die Tendenz von sich selbst zu viel abzuverlangen.

Dennoch strahlte sie und riss ihre Teamkameraden mit Ihrem Schwung mit.

Sie beendete ihren Wettkampftag mit einem erfolgreichen weiteren Sieg im Ballwurf (37 m) und konnte freudestrahlend den zweiten „Minipokal“ entgegen nehmen. Ab dem dritten Durchgang machte sie alles klar, holte sich die Führung, die sie nicht mehr abgab.

 

Der Arbeitstag fing für Nathanael Bordne U18 mit dem 100 m Sprint an. Seine Leistung (12,33 Sek.) krönte er mit einem neuen Vereinsrekord. Leider verpasste er den Einzug ins Finale

Anschließend war Arne Schwarz und Team Kollege Lasse Schulz M(15) dran. Beide zogen mit 12,35 Sek. bzw. 13,35 Sek. ins Finale ein, konnten beide aber keine weitere Steigerung mehr erzielen.

Ehrenwert die Leistung auf 100 m von Arne. Er ist ehrgeizig und seine Stärke unterstützt ihn dabei entschlossen zu handeln. Er passt sich schnell an die jeweilige Situation an. So sorgte er für die größte Überraschung innerhalb des Teams. Er stellte zwar einen neuen Vereinsrekord auf und schaffte kurzfristig die berechtigte Teilnahme bei den großen Meisterschaften. Da würde man sich doch gerne für den 2. 6. in Ludwigsburg das Gleiche bestellen.

Diese Willensleistung des Vorlaufes vermögen beide in der zweiten Runde nicht zu wiederholen. Da Arne alles im Vorlauf von sich abverlangte, wurde mit seiner Zeit am Ende des Endlaufes undankbarer Vierter bzw. Lasse sechster. Dadurch und durch seine Zielgerichtetheit, seinen Ehrgeiz, stärkt er seinen Willen und Glauben. Mit dieser Einstellung ist er für die kommenden Wettkämpfe bestens ausgerüstet.

Sehr interessante und großzügige Stimmung dürfte neben vielen anderen Entscheidungen auch der Hochsprung der M15 und Jugend U18 sein.

Ein Wunsch ging Lasse nicht ganz in Erfüllung. Einmal über 1,60 m hoch zu springen. Damit setzte er seine Rekordjagd im Hochsprung erfolgreich fort. 1,59 Meter sprang er hoch und landete auf Platz zwei. Bei 1,62 m fehlte minimal das Glück.

Arne, der gerade vom Schüleraustausch aus Spanien zurückgekehrt war, schien alles verlernt zu haben. Die übergesprungene Höhe von 1,53 m war mühsam dennoch respektabel. Bei 1,56 ging die Puste aus.

Dazwischen pendelte Lasse zwischen Hochsprung und gleichzeitig Ballwurf auf der Anlage nebenan. Erfolgreich war er mit einem sagenhaften Wurf über 60,50 m. Da der zweite Platz nicht gefährdet war, verzichtete Lasse weiter zu werfen wobei der Trainer seinen Schützling für den noch anstehenden Kugelstoß schonen wollte und das nicht ohne Grund. Lasse vertraute seinem Instinkt und respektierte den Rat seines Trainers. Neue Bestmarken konnten danach natürlich zu den Akten gelegt werden.

Nathanael seinerseits sprang harmonisch sicher bis 1,80 m, doch dann riss ihm bei 1,83 m der Faden, womit es nah an eine neue Bestleistung heran gereicht hätte. Für den Trainer deutet es darauf hin, dass er dazu neigt, sein Talent zu verschwenden. Er versucht zu viele Dinge (Privat) gleichzeitig zu tun die nicht zusammen passen. Er sollte vermeiden sich von seinen Ziele abbringen zu lassen sondern sich weiter zielstrebig durchzusetzen 

Lasse war einmal mehr im Kugelstoß bei diesem Sportfest nicht zu bezwingen. Er überthronte alle. Mit seiner druckvollen Einsatzfreude zwang er die Gegner regelrecht in die Knie. Denn ab dem dritten Anlauf kam der Zeitpunkt wo er so richtig aufdrehte. Er steigerte seine Jahresbestmarke auf 14,65 m und packte die neue Rekordweite in trockene Tücher. Wann wird Lasse seinen Zenit erreichen, das bleibt für den Trainer die unbeantwortete Frage. Sein Verstand ist sehr wach, und er weiß diesen gekonnt für sein Vorankommen zu nutzen. Erstaunlich die Leistungssteigerung dieses Jahr, wenn man einen Blick zurück wirft. Am 23.03.2019 setzte Lasse die erste Marke der neuen Saison in Salem (Bodensee) mit 12,48 m.

Arne übertraf erstmals die 10 Meter Grenze. Die Vermutung hatte sich schon im Training angedeutet und er erzielte im ersten Durchgang prompt 10,32 m. Er verbesserte seine Saisonbestweite erheblich und bestätigte seine Leistung mit einem weiteren 4. Platz.

Einen ganz herzlichen Glückwunsch an unsere erfolgreichen Sportler!

Fazit: Für die Athleten ist es von Vorteil, wenn aus allem ein gesunder Mittelweg gefunden wird.

Der Weg nach oben ist steinig und schwer. Die Devise sollte so lauten: Schritt für Schritt weiterkämpfen, dorthin, wo ich gern einmal sein möchte. In jeder Situation optimistisch bleiben. Wenn es schlecht geht, nicht verzweifeln.

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: