13.10.2019 Fein/Heilbronn

13. Oktober 2019

13.10.2019 Fein/Heilbronn

Flein/Heilbronn-red.Sonnta/jack. Bei besten Wetter, die schönen Seiten des Lebens in den Vordergrund stellen und überraschend ein Podiumsplatz erreicht.

Am Sonntag wiederholten sich unterhaltsame und spannende Wettkämpfe wie am Vortag mit einer tollen Atmosphäre.

Viele Sportlerinnen und Sportler konnten sehr gute Leistungen bei den verschiedenen Wettkämpfen abrufen. Im Vierkampf war Samantha Hübner W13 am Start. Sie zeigte keine wirklich gute Form und die Moral war etwas beeinträchtigt. Sie hat zwar gute Qualitäten, aber sie schaffte es nicht diese Saison konstant zu sein. Die Konstanz als wichtige Basis und als Mittel zum Ziel sich im regional und überregional Kräftemessen zu behaupten. Sie ist viel komplexer als es scheint. Sie sorgte dafür, dass die ersten Disziplinen bei dem ein oder anderen noch nicht optimal liefen. Mitverantwortung ihre Abwesenheit beim Training über den ganzen Monat September und so ging einiges verloren. Falls Samantha Wertschätzung verspürt, sollte sie es zum Ausdruck bringen. In Flein reagierte sie zwar wenig sachlich, dafür aber umso menschlicher. Unterschiedlich ihre Reaktion auf Stress. Körperlich mit Bewegungsdrang, Psychisch unter Reizbarkeit und mental mit Konzentrationsschwäche. Dennoch präsentierte sie sich sehr positiv während des ganzen Wettkampfs. Mit so sportlicher Aktivität wusste sie in diesem Fall was zu tun war. Step by step, wollte sie den Vierkampf angehen.

Von dieser Zwangspause erholte sich unsere junge Nachwuchsathletin Samantha im Wettkampf außerdem langsam. In diesem Alter treten auch die übersehbaren Wachstumsproblemen ein. Kämpferisch kam sie bekanntlich an diesem Tag damit gar nicht zu recht, zeigte aber die schöne Seite des Leichtathletiksports. Statt lieber einen großen Bogen zu machen, stieg sie an diesem Vormittag in einen Vierkampf-Wettbewerb ein und probierte das Beste aus ihrer Routine zu machen.

Das sieht nach einem sehr soliden Tag ohne große Ausreißer nach oben oder unten aus. Das heißt für Sie: Weil die Dinge nicht so laufen, wie Sie es möchte. Ein bisschen ungeduldig war sie schon. Oft hat sie einen recht scharfen Verstand und steckt voller Leidenschaft. So macht das Erwachsenwerden der Athleten wirklich Spaß.

Geistig-seelisch geprägt war sie mutig, als der Wettkampftag mit dem Hochsprung eröffnet wurde und wir wurden Zeuge von einem verheißungsvollen Auftakt. Lobenswert auch ihres strebsames, engagiertes Verhalten. Von Beginn an waren die Schwierigkeiten im Kurvenlauf vor jedem Sprung zu erkennen, dies bereitete Samantha stets Probleme. Am Ende durchatmen, als sie ihre Hochsprungleistung auf 1.32 m verbessern konnte. Mit diesem Ergebnis egalisierte sie dabei den aktuelle Vereinsrekord und erzielte somit gleichzeitig eine neue persönliche Bestleistung. Gratulation.

Programmgemäß folgte der Weitsprung mit den erlaubten drei Versuchen. Im Normalfall hätte der Sprint vor dem Weitsprung stattfinden sollen.

Im Weitsprung musste sie sich mit einer Weite unter der vier Meter Marke begnügen. Da sie an diesen Tag allgemein mit dem Anlauf ihre Probleme hatte, sollte ihr Sprung über 3,97 m hier noch für ein Podestplatz reichen.

Im Sprint über die 75 m Strecke ging Samantha vehement ran und konterte der weitaus erfahrenen Konkurrenz. Anfänglich rasend flink und in Ihrem Element, sprintete Samantha über die Bahn und wurde auf der Ziellinie knapp gefangen. Am Ende der Strecke waren die Kraftreserven sichtbar aufgebraucht und diesmal entscheiden die Sekundenbruchteile gegen Samantha.

Sowohl im Weitsprung (3,97 m) als auch im 75 m Sprint (11,64 Sekunden) kamen Punkte in der Addition zusammen, aber sie musste auch Punkte hergeben.

Kleiner Wermutstropfen am Rande. Zum Abschluß fand der Ballwurf statt. Samantha zeigte sich sehr aufgeregt, da sie bei der Probe einen Wurf mit dem 200 g Ball das Gesicht einer unaufmerksamen Kampfrichterin traf. Sie trat dennoch selbstbewusst auf, war aber sichtlich schockiert von dem Vorfall, dennoch konnte sie das etwas schwächere Endergebnis im Ballwurf (32,00 Meter) verschmerzen. Somit erkämpfte sie sich, sehr respektable, insgesamt 1606 Punkte und stand als zweite auf dem Treppchen des Siegerpodests und konnte eine Medaille und Urkunde absahnen.

Wenn Samantha ihr Potenzial in diesen Wettbewerben weiter ausschöpfen kann, sollten weiteren Podestplätzen in Zukunft nichts mehr im Wege stehen.

Fazit: Kinder, die Sport treiben, sind schlauer. 

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: