13.07.2019 Balingen

13. Juli 2019

13.07.2019 Balingen

Lasse übertraf seine eigenen Erwartungen mit 2 Vereinsrekorden.

Balingen-red./Jack. Wegen großer Beliebtheit des Wettkampfes haben wir uns entschloßen nach Balingen zu fahren und außer Konkurrenz an den Bezirksmeisterschaften „Region Achalm“ teilzunehmen. Interessante Duelle und tolle Leistungen zeigten die Nachwuchsleichtathleten bei diesen Meisterschaften in der Balinger BIZERBA-ARENA. Die Jugendlichen der Altersklassen U14/U16 sorgten für ein großes Teilnehmerfeld bei musterhaften Rahmenbedingungen. Bei heiterem Wetter um die 15 Grad Temperatur, fast kein Wind und einer optimalen Wettkampfbahn, standen zwei Athleten der Leichtathletikabteilung, Samantha Hübner W13 und Lasse Schulz M15 im Einsatz. Die Konkurrenz von den Kreisen Reutlingen,Tübingen,Esslingen und Zollernalb war stark vertreten und man fragte sich, ob ein weiteres positives Resultat, wie noch in Eutingen, nur annähernd möglich wäre.

Voller Elan und Enthusiasmus und in bester Gemütslage, mit “Wir sind alle eins” , haben unsere Aushängeschilder den Wettkampftag in Angriff genommen. Nun bestand unsere Aufgabe darin, die bisherigen Leistungen zu festigen und topfit zu sein für die kommende Herausforderung am 20. Juli in Stuttgart.

Wettkampfluft konnte geschnuppert und Erfahrungen gesammelt werden. Der letzte Saisonhöhepunkt, die Regional-Meisterschaften, stehen noch vor der Tür. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist Selbstvertrauen. Und das kommt nicht mit hartem Training, sondern mit starken Wettkampfergebnissen. Nichtsdestotrotz haben unsere Vertreter alles gegeben und uns erfreuliche Resultate geliefert. In Balingen durfte man alles geben und damit in der Laufbahn-saison 2019 ein Stück weiterkommen.

Die Welt von Lasse ist im Lot und er strahlt hoffnungsfrohe Begeisterung aus. Beeindruckend die Effizienz die er über die Wettkämpfe bis dato bringt. Aber am Ende entscheiden die Details darüber, ob es einen ersten, zweiten oder dritten Platz werden kann. Leistungen in seinen favorisierten Disziplinen blieben ihm aufgrund starker Konkurrenz der oberste Podestplatz verwehrt. Dafür sollte er nun am kommenden Samstag noch die Gegner der Region S-BB-LB-RM-CW-FDS-ENZ aus dem Weg räumen. Das gilt auch für Nathanael Bordne im Hochsprung. Der Sprung nächstes Jahr in die Kategorie U18 wird Lasse dann M16, zusammen mit hochkarätigen Gegnern der M17 die ein Jahr älter sind, zu tun haben. Da musst du einfach unglaublich viele Wochen fit sein.

Mal verliert man und mal gewinnen die anderen

Ein schwieriger Arbeitstag für Samantha sah der Trainer voraus. Allerdings waren scheinbar die eigenen Absichten viel zu hoch geschraubt. Damit setzte sie sich selbst stark unter Druck und verausgabte sich total. Obwohl sie so leicht lernen kann, fleißig ist, aktiv, aber noch mit den passenden Veränderungen (Technik) sich das Leben schwer macht, kann sie sich in Kleinigkeiten verlieren. Sie braucht zur Zeit Unterstützung und Lob, denn aus Angst vor Misserfolg kommt es leicht zu Überanstrengung. Der Trainer hat erkannt, dass nicht alles mit dem Verstand begreifbar ist und hat sich ein vertieftes Verständnis zwischen Intellekt und Emotionalität erarbeitet.

Der Faktor Spaß ist sehr wichtig?
Das hat mit unserem Grundbedürfnis nach Lustgewinn zu tun. Ich habe davon viel gelernt. Es weist ein Geben und Nehmen, erzählt der Trainer. Der Sport hat die Beziehung genährt. Wer als Kind mit Freude Sport treibt, wird wahrscheinlich auch als Erwachsener noch sportlich aktiv sein. Wer sich nachhaltig und verletzungsfrei weiter entwickeln möchte, der kommt an der Verbesserung seiner Kraft und Koordination nicht herum.  ABC – Lauf ist da eine Vorrichtung, um die Lauftechnik anzupassen und auch die Koordination für das Laufen zu verbessern.

Schweigen in Balingen war für den Trainer deutlich nicht die bessere Variante, sondern Worte schaffen Nähe.

Besonders überzeugend setzte sich Lasse Schulz M15 in seinen beliebt gewordenen Disziplinen wie Speerwurf, Kugelstoß und Diskuswurf durch. Als Anwärter, aber mehr als Jäger eingestuft, forderte er seinen Gegnern alles ab. Dabei stellte er zwei weitere Vereinsrekorde auf. Ein erfolgreicher Tag schien begonnen zu haben, jedoch mit einem Haken.

Es begann mit dem Speer. Im vierten Versuch landete der Speer bei guten 44,09 m und dem gleichbedeutenden Silberrang.

Kurz später am Veranstaltungsort waren wir Zeuge eines packenden Dreikampfs im Kugelstoß. In dieser Disziplin waren bei Lasse die Erwartungen viel größer. Da hatte er sich in seiner Paradedisziplin mehr erhofft als einen Podestplatz mit Bronze am Ende. Schon nach dem Einstieg mit 13,52 m schien bei Lasse die Kraft nach zu lassen obwohl er immer mit dem Gebrauchswert behaftet ist, d.h. er kann seine Fähigkeiten auch praktisch umsetzen und verwirklichen. Vergebens Steigerungen anzukurbeln. Der Biorhythmus nach der Parametrierung deutete ein Defizit an physischer und geistiger Kraft. Diese Konstellation wird sich in Stuttgart mehr oder weniger stark ausgeprägt wiederholen. Der Durchschnitt wird zwar in Prozent geringer ausfallen, aber Schwankungen werden nicht ausbleiben. So werden Talente wie Lasse und Co. gerechterweise vom Trainer in Schutz genommen und die Verletzungsgefahren in Schach gehalten.

Abschließend und nachdem wir so lange gewartet haben, kam es mit dem Diskus endlich Zustande. 39,95 m im letzten Bestreben konnte Lasse als zweiter die Wertung für sich entscheiden. Da verbesserte er die alte Bestmarke um mehr als 3 m weiter als an jedem anderen Wettbewerb. Davor und nach vier unnötigen Fehlversuchen (übertreten) war es dem Trainer zu viel. Die entscheidende Anweisungen bekam Lasse, erst sich zu sammeln als er im Ring stand, die effizientesten Maßnahmen zur Kenntnisse nahm, die er quicklebendig ausführte. Diese aller letzte Chance münzte Lasse großartig um und machte seinen Trainer glücklich. Mental ist Lasse einen Schritt vorangekommen.

Trotz einer couragierten Darbietung in vier Disziplinen musste sich Samantha geschlagen geben und sich mit zwei sechsten Plätzen begnügen. In der Tat, ein wenig war der Wurm drin und sie erlebte einen durchmischten Tag. Der Auftritt missglückte im Sprint und mit dem Kugelstoß, dennoch schaffte sie zwei magere Plätze im Verfolgungsfeld. Es war eine zusätzliche Herausforderung für Samantha, die in Balingen missglückte, aber viel neue Kenntnisse erworben hat, was sicher auch ein Gewinn war. In einem Klima des Vertrauens wird Samantha zusätzlich in ihrer Familie ihre Schwachstellen gut verarbeiten. Im September gilt es, diese Ergebnisbilanz zu korrigieren.

Spruch: Es ist das Herz, das gibt. Die Hände geben nur her. ( aus Zaire)

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: