13.04.2019 Bruchsal

13. April 2019

13.04.2019 Bruchsal

 

Bruchsal-red./jack. Ein bewegter Tag mit unerwarteten Leistungen

Am 13.04.2019 fand der 3.LO Bruchsaler Werferpokal mit Bahneröffnungswettkämpfen in Bruchsal statt.

Ein großes Teilnehmerfeld war bei der Bahneröffnung am Start – ein herausragender Zuspruch, der aber auch die eine oder andere Herausforderung für alle Beteiligten bedeuten konnte. Viele Athleten nutzten die Chance die frühe Form zu testen, und es purzelten diverse persönliche Bestleistungen, die für die/den eine/n oder anderen von Bedeutung zur Verbesserungen der Vereinsrekorde führten. Die Ergebnisse bestätigen einmal mehr, dass der Mehraufwand im Wintertraining bei allen die ersten Früchte trägt.

Das Wetter war sehr frühlingshaft aber kühle Temperaturen herrschten den ganzen Tag. Vier Teilnehmer der Leichtathletikabteilung, (was selten vorkommt), haben sich mit Athleten der Region Bruchsal und Umgebung gemessen. In Bruchsal beteiligten sich vorrangig Samantha Hübner W13 und Lasse Schulz M15 beim traditionellen Werferpokal der TSG, ein Dreikampf in den Disziplinen Kugelstoßen, Speer und Diskuswerfen. Selbst Teilnehmern wie Arne M15 und Nathanael Bordne U18 konnten einzelne Disziplinen bestreiten um ihre körperliche Fitness zu überprüfen. Das war die 70 Minuten Anreise wert um an den Start zu gehen. Zum Saisonauftakt entschädigten sich alle dafür mit guten Leistungen. Der Auswärtswettkampf verlief für unsere Athleten durchschnittlich nach Wunsch. Neun Podestplätze und insgesamt 6 neue Vereinsrekorde konnte man in die Rekordliste eintragen, davon vier von Samantha Hübner W13 diesmal im Alleingang.

Für den Trainer ging es noch einmal um einen Gesamteindruck für den jetzigen Zeitpunkt der noch sehr jungen Saison. Die Athleten hatten die Chance zu überraschen – oder zu enttäuschen. Der Trainer vergisst nicht: die Athleten brauchen Spielraum für Zufälle, (nur wenn es sein soll…), solange sie ihrer selbst nicht ganz sicher sind. Fitness steigert das geistige Leistungsvermögen aber nur langsam an.

Was Samantha tut, tut Sie mit voller Leidenschaft.

Im Kugelstoß stand sie vermutlich unter vermehrte Nervosität und kam schwer in die Gänge, ein Grund dafür, dass sie bisher wenige Wettkämpfe absolviert hatte. Das führte unverzüglich leicht zu Verbitterung. Der Trainer nahm dabei die Athletin in Schutz, bevor man sich in erster Linie selbst schadet. Diese Nervosität wollte nicht mehr so richtig weichen.

Für Samantha begann der Wettkampfbetrieb mit 30 Minuten Verspätung. Sie nahm neben Lasse Schulz an einem Dreikampf mit den Wurfgeräten teil. Der erste Wettbewerb, der Kugelstoß. Nach drei Versuchen klatschte nun die Kugel bei 6,03 m auf den Boden. Das schwache Abschneiden kostete Samantha am Ende den dritten Platz.

Körper und Geist schienen ausbalanciert und kraftvoller in dem nächsten Wurfwettbewerb zu sein. Gutmachung war eine Selbstverständlichkeit einen vorderen Platz (sogar Podium??) zu ergattern.

Beim Diskuswerfen war die Freude groß, dass dieser Vereinsrekord, nun auf die neue Rekordmarke von über 20 m verbessert wurde. So schleuderte sie die Scheibe bis auf 20,65 m

Die Eindrücke vom Training im anschließenden Speerwurf wurden in Bruchsal mit der erreichten Weite von 24,34 m bestätigt. Sie errang einen dritten Platz in der Einzel Wertung, aber der Rückstand im Dreikampf-Wettbewerb für einen dritten Platz betrug ärgerliche fünf Punkte.

Wegen fünf Punkte hat sie einen Podestplatz verpasst, machte aber mit Platz vier auf sich aufmerksam mit insgesamt vier persönlichen neue Bestleistungen, die gleichzeitig neue Vereinsrekorde bedeuteten.

„über den Wolken”

Zweiter Werferdreikampf Pokalerfolg innerhalb von sieben Tagen für Lasse Schulz M15. In ihm brodelt es zurzeit förmlich. Der Speerwurf ist nun eine Disziplin, die immer mehr in den Vordergrund rückt. Mittlerweile wartet er nur darauf, wieder „einen rauszuhauen“, wie es im Jargon heißt, um zu beweisen, dass sein Platz in den Top „Five“ der Württembergische Jahresbestenliste bestimmt kein Zufall ist. Er krönte seine Leistung mit einem sicheren zweiten Platz. Mit 30 Punkten Rückstand in der Dreikampfwertung konnte er später das Blatt grandios umdrehen.  

An Selbstdisziplin und Realitätsbezug fehlte nichts. Von diesem Kampfgeist und Willen kann sich manch ein Sportler eine Scheibe abschneiden.

Lasse erneut mit dem Rekordstoß zum Werferdreikampf Erfolg.

Vor dem abschließenden Diskuswerfen zeigte Lasse im Kugelstoß keinerlei Ermüdungserscheinungen. So taumelte er dem Sieg im Kugelstoß praktisch im Alleingang entgegen. Er ließ einigen Konkurrenten die im Kader sind nicht den Hauch einer Chance. Seinen sechsten Sieg in diesem Jahr im Kugelstoß.

Im dritten Versuch war Lasse plötzlich nicht mehr wieder zu erkennen. Er war nicht mehr zu stoppen und spielte sich in einen Rausch. Aber er kann sich ja eigentlich fast nur selbst schlagen. Wachgerüttelt schleuderte er im dritten Versuch die Kugel zum zigsten Mal über die 13 m Grenze. Magisch allein die 13.64 m die gemessen wurden. Er übernahm die Spitze im Dreikampfwettbewerb mit sage und schreibe 49 Punkten. Er stellte dabei und zum dritten Mal hintereinander einen neuen Vereinsrekord und schaffte, was keine Nebensache ist, sehr erfreut die direkte Qualifikation für die Süddeutsche-Meisterschaften im Juni in Koblenz.

Im Moment ist Lasse in dieser Disziplin wie von einem anderen Stern. Ich ziehe den Hut und verneige mich vor so einer Leistung, so der Trainer wörtlich.

Die 33,99 m im Diskuswurf konnte Lasse ruhig angehen! Aber der Vorsprung schmalz beträchtlich. Von dem sicher ausgebauten Polster von 49 Punkten blieben noch 20 Punkte als Guthaben in der Endabrechnung übrig. Den Pokal der Jugendklassen M15 nahm Lasse Schulz nach einer eindrucksvollen Vorstellung gerne entgegen und mit nach Plieningen.

Die Leichtathletikabteilung wünscht Lasse noch viele weitere schöne, triumphale Momente!

Erstes Fazit:….. Es ist nicht so ganz einfach, sich auf Dauer so richtig fit zu halten. Kennen Sie das Sprichwort: “Wer nicht hören will, muss fühlen?”

Für Arne und andere Athleten war der Wettkampftag nicht das reinste Vergnügen. Trotz schlechter Planung zogen die Organisatoren den Zeitplan dennoch streng durch. Bei mehr als einer stündlichen Verspätung mussten die Athleten zwangsläufig den gestarteten Wettbewerb unbeendet endgültig unterbrechen. Am schwersten betroffen ging es Arne mit dem Weitsprung und Kugelstoß. Unter diesen Umständen litten die Ergebnisse in einigen Disziplinen stark darunter.

Unverständlich das Endergebnis über die 100 m Sprint im ersten Vorlauf. Als zweiter im Ziel musste er sich mit einem vierten Rang begnügen. Nach reiflicher Überlegung haben wir keinen Protest eingelegt. Sicherlich stimmte die Zeitmessung nicht ganz, da am Anfang mit den Hürdenläufen die Elektronik mehr als ein paar Mal versagte.

Glücklicherweise ist es Arne bewusst zu besseren Sprint-Zeiten in der nächste Zukunft zu gelangen. Die Saison ist noch jung. Wetten wir!?

Arne ist noch in der Aufbauphase, dass muss nachdrücklich betont werden. Nachhaltig freute er sich riesig über seine zwar ein bisschen unerwartet erste Saisonbestleistung von 1,56 m im Hochsprung, die mit einem dritten Platz gekrönt wurde. Bei 1,60 m konnte er nicht mehr zusetzen und nach Meinung des Trainers gab er ohne Gegenwehr auf. Kreativ ist er, aber sollte konsequent die notwendigen Schritte einleiten. Verlässlichkeit ist ein Teil seiner natürlichen Persönlichkeit und verhilft zusätzlich zu starker positiver Inspiration. 

Die letzte Herausforderung des Tages im Bereich Lauf waren die 300 m, wobei er sich schwer tat seine Kräfte am Ende des Rennens einzuteilen. Die erste 150 m sahen sehr couragiert aus und er konnte die „Pace“ mitgehen. Dann schwächelte er dem Ziel entgegen und trotzte sich mit 43,22 Sekunden in seinem ersten „outdoor“ Rennen auf Platz vier.
Nathanael Bordne setzt unbeirrt seinen Weg fort und freute sich über die Bestätigung seiner Form. In beachtlicher körperlicher Verfassung präsentierte er sich im Sprint-Sprung-Stoß Bereich. Durch die heitere Abwechslung und innere Ausgeglichenheit konnte die Stimmung gehalten werden, trotz Zeitplan-Verschiebung.

Ordentlich die Zeit über 100 m Sprint in 12,40 Sekunden aber nicht schnell genug den Vereinsrekord zu brechen. Es herrschte Gegenwind, da musste das Teilnehmerfeld hart kämpfen. Einen zweiten Platz erreichte er im Weitsprung mit einem Satz von 5,38 m im letzten Versuch. Eine Steigerung ist zukünftig sicherlich zu erwarten.

Zwischenzeitlich sah der Kugelstoß äußerst erfolgversprechend aus. Nun siegte er mit der 5 kg schweren Kugel verdient und trotzdem überraschend mit 10,76 m.

Wer die Kraft hat, der sollte Sie auch nutzen, Leistungsgrenzen sind zum Überschreiten da. Hier versuchte er sich im Hochsprung. Bis 1,72 m ging es tadellos nach oben, dann ab 1,76 m war die Puste aus. Man hätte sich mehr erhofft. Das war nichts! Der Plieninger war zu verhalten unterwegs und hatte deshalb große Probleme bei der Annährung zur Latte, obwohl die nötige Geschwindigkeit vorhanden war.

Man konnte feststellen und hat wirklich gesehen, dass wir zusammenhalten und alle bereit sind zu arbeiten.

Alle werden von Wettkampf zu Wettkampf besser. Nun sind die Osterferien im Gange und nach Absprache wird auf dem Sportplatz der Universität Hohenheim trainiert.

Am Ende humpelte niemand vom Feld, das sagt alles. Fähigkeiten sind nichts ohne Möglichkeiten

Fazit:  Mit Siegen steigen nun auch die eigenen Ansprüche. «Das Wort des Trainers hat auf dem Platz mehr Wirkung als daneben.»

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: