12.10.2019 Fein/Heilbronn

12. Oktober 2019

12.10.2019 Fein/Heilbronn

Flein/Heilbronn-red.Samstag/jack. Ein wahrhaft sportliches Wochenende und ein Fünfkampf mit Bestleistung absolviert.

Mit der letzten großen Freiluftveranstaltung der Leichtathleten bevor es in die Halle geht, fand am Wochenende der 42. Fleiner Mehrkampf-Wettbewerb statt. Gut für alle, die nochmals einen Motivationsschub für die letzten Wochen der Bahnsaison geben wollen. Unser Besuch in Flein, den wir auf zwei Tage planten, haben wir nicht bereut. Ein Klassiker. Die gute Organisation des TV Flein sorgte für hervorragende Rahmenbedingungen. Bei optimalem Wetter blieb es weitestgehend trocken und wir durften eine große Sportveranstaltung über zwei Tage mit viel Sonne und Spannung verfolgen. An diesem langen und ereignisreichen Wochenende traten zwei Athleten der Leichtathletikabteilung des TVP, im Rahmem zu den diesjährigen Franken Mehrkampfmeisterschaften in Flein an. Samantha Hübner W13 durfte als zweite auf das Podest klettern. Nathanael Bordne U18 errang einen nicht hoch erkämpften vierten Platz .

Nathanael überzeugte am Samstag und Samantha am Sonntag mit zum Teil sehr guten Leistungen. 

Nathanael trat am Samstag das erste Mal bei einem Drei- und Fünfmehrkampf an. Den Dreikampf konnte er gleich für sich entscheiden. Für unseren Athlet war es die letzte Möglichkeit sich zu zeigen, da er das kommende Jahr in die nächste Doppelaltersklasse der U20 gehören wird. Nach einem Leistungshoch in der zweiten Septemberhälfte und der ersten Oktoberwoche ist er ausgeglichen und entspannt geblieben. Auch manch andere Menschen stellen jetzt Erwartungen an Nathanael, doch das erzeugt unnötigen Druck. Außerdem, ohne Leiden bildet sich kein Charakter. Jede/r sollte den Mut der Überzeugung haben. Dennoch bleibt er immer irgendwie ein Außenseiter, also eine kleine Zerreißprobe diesen Stress mit Bewegung abzubauen.

Vor dem Wettkampf spürte man bei ihm Nervosität, eine Blockade die außerdem häufig zu Aufmerksamkeitsstörung führt. Durch überzogene Emotionen kann man keine klaren Entscheidungen treffen. Außerdem wird Nathanael schnell unterschätzt, kann sich aber im Gegenzug stark präsentieren. Charakterstärke entwickelt sich langsam, kann aber sehr schnell nachlassen. Allerdings nach den Sommerferien machte er sich das Leben selber schwer. Seine Nerven und seine Vitalität blieben bis dato erhalten. Er konnte sehr gute Leistungen bei den verschiedenen Wettkämpfen abrufen. Diesmal vertraute Nathanael seinen eigenen Fähigkeiten und konnte eine persönliche Bestmarke im Fünfkampf mit neuem Vereinsrekord aufstellen.

Wettkampfbeginn war die 100 m „speed“ Disziplin. Der Start gelang nicht so wie der Trainer es sich vorstellte. Ein bisschen zaghaft, zu lange Schritte über die ersten zehn Meter, ein Abschnitt den er in verschiedenen Wettbewerben einfach oft aus der Hand gibt. Die ersprintete Zeit war wegen leichtem Gegenwind bescheiden, aber die ersten Punkte waren willkommen.

Nach dem Sprint folgte der Hochsprung. Leider muss man sagen, der Grundstein eines Erfolgs verschwand allmählich, da er nicht höher als 1,76 m springen konnte. Ganz legitim blieb die Konkurrenz hartnäckig, die sich ebenfalls eine Chance ausrechnete. Vor allem ließ man unter sich kein gutes Haar. Nun konnte Nathanel in dieser Disziplin leider keinen Vorteil an Punkten auf sein Konto buchen, aufbauen ja, aber nicht davon ziehen.

Die Leistung der Vorwoche in Degerloch konnte er weder verbessern noch egalisieren. Wahrhaftig spektakulär seine Sprünge. Die leichten Rhythmusprobleme im Anlauf verhinderten einen weiteren reibungslosen Ablauf seiner Edel-Disziplin, obwohl er die Sprünge bis 1,76 m schadlos überstand.

Um auf den richtigen Kurs zurückzufinden war es schon zu spät, der mögliche Podestplatz außer Reichweite.

Nach knapp einer Stunde Pause ging es weiter mit dem Weitsprung. Nur drei Versuche waren möglich. Nathanael kam zwar an seine persönliche Bestsaisonleistung heran, die endgültige Weite reichte aber jetzt nicht mehr um irgend jemand von den ersten drei Ränge zu verdrängen.

Es ging dann direkt weiter zum Kugelstoß und da auch drei Versuche. Scheinbar unbeeindruckt stieß Nathanael die Eisenkugel zweimal über die 11 m Grenze. Es folgte ein starker Auftritt im zweiten Versuch. Ausgezeichnet die Weite von 11,11 m die ihm immerhin 553 Punkte bescherte.

Vor dem abschließenden 400 m Lauf, der nicht zu seinen Lieblingsdisziplinen gehört, war der Rückstand bereits auf über 311 Punkte angewachsen. Vom Start aus ließ er Zeit liegen. Dennoch vervollständigte er in großartiger Manier letztendlich sein gutes Abschneiden und krönte seinen Lauf mit einer Endzeit die gleichzeitig zu einer persönlichen Bestleistung und weitere 392 Zähler einbrachten. Bis aufs Podest fehlen ihm am Ende mehr als 188 Punkte 

Die Ergebnisse kompakt: 12,70 Sekunden (100 m), 1,76 m (Hochsprung), 5,39 m (Weitsprung), 11,11 m (Kugel), 60,58 Sekunden (400 m) ergaben letztlich die Punktzahl von 2519 Punkten, die für einen beruhigenden vierten Platz reichten. Er hat wieder bewiesen, zu was er allgemein (immer wieder) imstande ist. Mit guten bis sehr guten Einzelleistungen erreichte er mit dem Endstand eine neue persönliche Bestleistung und Vereinsrekord.  Herzlichen Glückwunsch.

Fazit: Mit diesen Vorleistungen braucht es uns nicht bange sein auch dort ein Wörtchen mitzureden, wenn es um Medaillen in der Halle geht.   

Schlußfolgerung Das Leben liebt das Gleichgewicht.

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: