12.01.2020 Mannheim

12. Januar 2020

12.01.2020 Mannheim

Mannheim-red./ jack. Neuer Rekordstoß. Lasse Schulz U18 ist besser, wenn es nicht einfach ist.

Das Hallensportfest der MTG Mannheim erfreut sich großer Beliebtheit. Über 640 Einzelmeldungen, fast 400 Teilnehmer am 12.01.2010 in der OSP Rhein-Neckar. Unsere Athleten konnten erfreut einen schönen Leichtathletiktag in Mannheim verbringen. Es sollte Abwechslung und neuen Schwung bringen. Es gab sehr gute Ergebnisse aber auch weniger gute. Die Kehrseite der Medaille: Organisatorisch nicht optimal. Defekt mit der Zeitmessung und dadurch Verschiebungen mit dem Zeitplan.

Die verschiedenen Altersklassen waren zum größten Teil mit Teilnehmern aus der Region gut besetzt. Mit erstrangigen Gegnern hatten sich unsere Youngsters auseinander zu setzen. Ein weiterer Podestplatz konnte eingefahren werden.

Auf den ersten Blick war es kein Wettkampf um sich zu entspannen. Die Tagesform für die Widersacher war entscheidend. Unsere Athleten akzeptieren die Meinung des Trainers gut. Innovation macht die Athleten geistig hellwach und hilft dabei, gute Gelegenheiten konsequent für sich zu nutzen. Was „Jack“ von Sport hält ist besonders ein Genuss, der wie selbstverständlich zu seinem Leben gehört, und dazu gemeinsame Aktivitäten die ihm generell viel Spaß bereitet.

Aufschwung und wo kaum einer damit gerechnet hat, steht er erneut auf dem Treppchen.

Lasse Schulz U18 nahm für seine Pläne in Mannheim jedes Wort des Trainers mit Energie auf die Goldwaage. Um zufriedener zu sein, sollen seine Ansprüche sich an die Realität anpassen, der Schlüssel für ein stabiles Selbstwertgefühl. Was er mit der Kugel  macht, sieht er als sein eigenes Hab und Gut. Und als Trainer ist es wichtig zu sehen, wie andere von ihrem Trainer geführt werden. In Mannheim wendete Lasse die bewährte Technik des Trainers an.  Er setzte die erste Duftmarke und wurde im letzten Versuch „ in extremis“ von einem Gegner aus dem Badischen Land eingefangen. Was sich in Mannheim abspielte war einer Kopie von Ulm ähnlich. Progressive Steigerung bis zum dritten Versuch, wobei er beeindruckender Weise seinen neuen persönlichen Rekord vom Vortag und Verein um 0,30 cm verbesserte. Was in Ulm gefehlt hatte, hier war die mentale Frische wieder da. Es war heute wichtig, dass er immer fokussiert war, dass er einen Wettbewerb nach dem anderen die Konzentration gehalten hat.

Der geglückte zweite Platz war für Lasse das Maß der Dinge, nachdem er noch einmal all seine Kräfte mobilisierte, vermochte er sich voll und ganz von Ulm mit diesem Schnäppchen zu rehabilitieren.

Aktiv werden. Auf der Strecke bleibt die Zukunft!

Arne Schwarz U18 hingegen wollte sich etwas Gutes tun. Mag sein, dass er am heutigen Tag nicht gleich von null auf hundert laufen würde. Wo Licht ist, ist auch Schatten. Im Mittelpunkt die anstehenden 800 m. Für eine Qualifikation um die kommenden Süd-Deutsche Meisterschaften brauchte er all seine Kräfte, um sicherzustellen, dass es auch weiter vorangeht. Enttäuschungen können leicht an Arnes Selbstwert nagen. Mit steigenden Ansprüchen ist Vorsicht geboten, da kann der Energielevel relativ niedrig sein, das dämpft unverzüglich den Ehrgeiz. Besonders wichtig ist es den Gesundheitszustand zu berücksichtigen, was zu Rückschlägen führen könnte. Trotz allem sprühte er in den ersten zwei Runden vor Kraft und Energie. Er brauchte etwas Zeit. Schwer hatte er es mit der außergewöhnlichen Aufstellung seines Laufes. Nicht überraschend, dass er länger brauchte um ins Rollen zu kommen. Nun in seinem Lauf waren auch Aktive (Spezialisten) dabei und gerade das erleichterte die Taktik von unserm noch unerfahrenen Arne in keiner Weise. Hier stehen die Verantwortlichen vor einem kolossalen Problem. Das hilft der Organisation, aber den Athleten überhaupt nicht.  Es sollte mal aufhören! Selbstverständlich, dass es bei ihm beschwerlich wurde, als ihm nach ca. 450 m die Puste immer mehr ausging, das ist der „Clou“, dass die Einsatzkräfte viel schneller verbraucht werden. Da war die Taktik des Trainers futsch. So werden ehrgeizige Laufsportler regelrecht kaputt gemacht und warum hören die auf? Bei der Meldung erfahren wir nie wie ein Lauf bei der Veranstaltung zusammen aufgestellt wird. Grausam! Seine Bestzeit von vergangenem Jahr auf der Bahn mit 2:10,75 konnte er heute, geschätzt, zumindest bedingt nicht bestätigen. Unterwertig ist seine Endzeit von 2:23,61 min. Trotzdem Hut ab!!

Zwillingsbruder Michel ging es besser und konnte sich durchaus Hoffnungen machen. Er sorgte für eine Überraschung, da er unter allen U18 Teilnehmern, Altersklasse konform, am Start war. Dabei ging die Taktik des Trainers außerordentlich gut und einfach voll auf! Mit viel Schwung im zweiten Zeitlauf legte er einen furiosen Start hin und übernahm sofort die Führung. Das Rennen spiegelte einen total anderen Verlauf zugute Michels. Bis zur Mitte des Rennens hatte er ca. 25 m Vorsprung ausgebaut. Damit konnte er bravourös den Vorsprung halten bis zum Ziel, obwohl Ermüdungserscheinungen sichtbar waren. Auf den letzten 100 m konnte er zwar nicht mehr zulegen und wetzte nach seinem Traumstart über die Ziellinie in überlegte Manier  (2:14,62 min.). Mit drei Sekunden Vorsprung trudelte er einen beachtlichen sechsten Rang ein. Glückwunsch!

jcg

 

Lebensweisheit:   Besessenheit ist der Motor, Verbissenheit die Bremse           Rudolf Nurejew

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: