11.01.2020 Ulm

11. Januar 2020

11.01.2020 Ulm

Ulm-red./ jack. Lasse mit erstem Kräftemessen.

Auftakt in der Hallensaison 2020 mit neuem Vereinsrekord im Kugelstoßen U18

Als Auftakt der erste Wettkampf für Lasse Schulz U18 im neuem Jahr. Eine gut gefüllte Halle, worüber die Veranstalter sich freuen durften. Alle anwesenden Athleten von den verschiedensten Regionen des Landes wollten zu Beginn der Hallensaison 2020, ihren Fitnesszustand sowie Reife prüfen. Einige hatten nur mäßig Grund zu jubeln. Unser Athlet Lasse Schulz U18 nutzte die Gelegenheit bei den Regionalen Meisterschaften der Region 3 mit zu machen, diese startete außer Konkurrenz. Mit gefüllten Energiereserven erkannte er trotzt allem, worauf es in der höheren Altersklasse U18 ankommt und zeigte sich selbstbewusst und konzentriert. Er hatte sich gut vorbereitet für den Saisoneinstieg.

Momentan richtet sich die Aufmerksamkeit von Lasse in der neue Altersklasse U18 in der Halle speziell dem Kugelstoß, geprägt von der anspruchsvollen Technik, wobei er erst seine minimale Leistung erreichen sollte. Immerhin krönte er seine verbesserte Leistung mit einem neuen Vereinsrekord.

In der Messehalle 4 in Ulm funktionierte es nicht nach Lasse´s Plan. Zu gutgläubig oder zu optimistisch war er. Höchstwahrscheinlich mit dem unbedingten Willen, die vergangenen Trainingsleistungen zu übertrumpfen.                     

Null war das  Minimalziel des Trainers aber eminent wichtig! Das hilft dabei, das innere Gleichgewicht wiederherzustellen und nachhaltig abzuschalten.

Lasse wartete geduldig ab, bis er endlich zu seinem ersten Einsatz kam. Im Kugelstoß kam er etwas zögerlich aus den Startlöchern, aber erstaunlich die harmonischen Bewegungsabläufe bis zum dritten Versuch inklusive. Ab dem Vierten fehlte die mentale Frische um einen guten Rhythmus zu halten. Einerseits waren seine  Hoffnungen gemildert, da einige entscheidende Fehler sich einstreuten. Dennoch ackerte und rackerte er für eine noch bessere Leistung,… ein typisches Verhalten von Lasse. Unter den besten „Acht“ angekommen wurde der zweite Abschnitt des Wettbewerbes eingeläutet. Die Athleten kämpften weiter kompromisslos gegeneinander und es gab noch etliche Verschiebungen in den unteren Rängen. Damit schaffte Lasse ein neues persönliches Bestergebnis mit 13,18 m und konnte seine erreichte Bestweite bis Ende des Wettkampfes mit Platz 3 durchhalten. Etwas unbefriedigt wirkte er, weil einfach die mentale Frische fehlte. Die Freude überwiegte innerlich trotzdem, weil das Ergebnis kein Zufallsprodukt war.

Bald wird er sicher sein Niveau abrufen können, dies wird ihm helfen, sein inneres Gleichgewicht wiederherzustellen und nachhaltig abzuschalten. Freude auf mehr!  

Das neue Sportjahr wird für Lasse Schulz deutlich vom Trainer formuliert, ein Übergangsjahr mit anderen Zielen in Aussicht. Das er inzwischen im Kader L2 aufgenommen wurde, ist nicht nach dem Geschmack des Trainers. Die Trainerschaft im Verband richten meistens ihre Augen auf die Bestenliste und nutzen die Leistung langjähriger Arbeit des Heimtrainers mit den jungen Athleten aus. Heikle Umstände sind von beiden Parteien in der Zukunft vorprogrammiert. Lieber Basiswissen für eine gelungene Beziehung mit u.a. Kommunikation mit den Eltern aufbauen, wobei man eng im Kontakt bleibt, obwohl es auch manchmal schwierig sein kann.

Förderung der Leichtathletik-Talente geht erst ab dem 15-16. Lebensjahr oder wie der Trainer so schön beschreibt: eine sogenannte Leasing-Reiterei. Was man schon immer getan hat und tun wird, den Sport für Propaganda zu missbrauchen.

Sportswashing übersetzt “Imagepflege“, bedeutet also, immer mit freundlicher Genehmigung der Sportler. Mit solchen Gegebenheiten kann der Trainer Jack richtig umgehen.

Kader heißt in diesem Sinne, den Nachwuchs an den Leistungssport, was nichts anderes ist, als sie an eine Spezialisierung heranzuführen. Da fallen schon einige Athleten im Kader durch den Rost.

Der Verband spielt um Auf und Abstieg aus der selber erfundenen Liga. Im Vergleich spielt der Verein Eile mit Weile.

Lasse zeigt ebenfalls, dass er ohne Training wegen der Jahresfeier durchaus in der Lage ist, persönliche ansprechende Leistungen abzuliefern. Wichtig dass man realistisch bleibt, auch wenn man deutlich wenig tut oder zu vorsichtig ist. Aktuell ist klar, sein Formstand war bis vor dem Wettkampf in Ulm schwer zu beziffern? Sowohl mit dem Speer, der Kugel und dem Diskus präsentierte er sich u.a. auch als Mehrkämpfer mit seinen Leistungen, die allesamt im Bereich Kreis und der Württembergische Bestenlisten im Jahr 2019 notiert sind.

Nun konnte Lasse seine gute Kugelstoß-Trainingsform (noch) nicht unbedingt in Ergebnisse umwandeln. Mit der neuen 5 kg schweren Kugel, schlägt er ein neues Kapitel in seiner Laufbahn als Sportler auf. Es fehlte einfach die mentale Frische.

Für den jetzigen Zeitpunkt befriedigte Lasse die Wünsche des Trainers. Am Sonntag in Mannheim geht es für Lasse dann weiter. Bis dahin!

Immer das Ziel im Blick. In Jedem Alter mit unterschiedlichem Training.

Das Training ist sehr individuell. Der Trainer der immer Sport gemacht hat, trainiert anders als jemand der 20 oder 30 usw. ist. Funktionelles Training kann als Ergänzung jederzeit angewendet werden. Die Erholungszeit ist genauso wichtig wie das Training. Deshalb wird immer Beweglichkeit mit Gleichgewichtsinnübungen eingebaut. Verletzungen jeder Art kann auf diese Weise vorgebeugt werden.

Kurz Aufwärmen ist in jedem Alter wichtig. Die Jüngsten tendieren bei den Übungen im Training zu übertrieben. Sie sollten ihre Grenze erkennen und nicht überfordert zu werden. Man sollte auf Konstanz durch regelmäßiges Training achten. Ein junger Sportler braucht weniger Erholungszeit, was aber nicht immer stimmt?. Das bedeutet dass man intensiver Einheiten in kürzerer Zeit trainieren soll aber nicht exzessiv. Die Pulsfrequenz sollte ab 120 etwas nach oben steigen. Übungen die Schmerzen verursachen sind abzuklären. Fehlbelastungen sind meistens die Gründe, wenn der Proband nicht beobachtet wird. Dies führt zu späteren chronischen wie eventuell unheilbaren Einschränkungen.

Fazit:  Selbst ein Weg von 1000 Meilen beginnt mit einem Schritt.

jcg

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: