10.10.2020 Eppingen

10. Oktober 2020

10.10.2020 Eppingen

10.10.2020 Eppingen, red.-live/jack

In Eppingen wurde der 2. Werfertag in der Vereinsgeschichte im Kreisgaustadion ausgetragen. Am Vormittag fanden die Wettbewerbe wie der Hammerwurf und Steinwurf statt. Bestmögliche Bedingungen waren gewährleistet. Für die angereisten Teilnehmer war das herbstliche Wetter noch angenehm auch wenn die Sonne erst gegen spät Nachmittag schien. Es wehte eine leichte Brise die den Ablauf des Wettbewerbes kaum beeinträchtigte. Für Lasse und den Trainer war es ein logisches Denken in Eppingen zu starten. Absurd wäre das Risiko erst in letzter Instanz einen Wettkampf zu bestreiten oder Wettkämpfen nachzuhängen, nur um das Ziel „Quali.“ kurz davor anzutreten und zu bestehen, wenn? So einen Fehler machen viele Sportler, die mit nachhaltigen Konsequenzen rechnen müssen und das wollen wir vermeiden. Eppingen war ein Versuch wert. Wir reisen zukunftsorientiert, solange es bequem ist und lassen uns deshalb nicht gerne auf riskante Unternehmungen ein.

Organisatorisch fielen den Veranstaltern die Entscheidungen allein ziemlich schwer, sich bei den zahlreichen Anmeldungen der Athleten eine Zusage oder eine Absage zu erteilen, da die Teilnehmerzahl pro Disziplin (in alle Altersklassen) eingeschränkt bleibt, und den ersten 100 Wettkämpfern den Zutritt erlaubt. In der Regel haben die Meldungen folgende Priorität: Vereinsintern, der Sportkreis und angrenzende Sportkreise aus Baden-Württemberg. Trainer müssen sich extra melden. Eine Weile stand für Lasse die Zusage wohl auf der Kippe. Mit einer Nachmeldung hätten wir überhaupt keine Chance gehabt angenommen zu werden.

Nach dem Hoch folgt eben ein Tief.

Lasse lief seit ein paar Wochen bis zu den Regional-Meisterschaften zur Hochform auf.

In Eppingen waren wir nicht zufrieden, trotz drei Siegen. Im Diskus und Speer zeigte er keine Auffälligkeiten.

Priorität hat bei Lasse bekanntlich der Kugelstoß. Qualifikation auf  höchster Ebene.  An den Deutschen-Meisterschaften teilnehmen zu dürfen und eventuell eine Sorge weniger während der Wintermonate zu haben. Die kommende Wettkampfpause soll dem weiteren Aufbau dienen.

Wir erwarten Qualität und Beständigkeit in den kommenden Monaten. Er kann seine Zukunft verändern mit dem was er heute tut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende, statt zu warten was der nächste Tag bringt. Geistesblitze beflügeln, lassen Möglichkeiten greifbar werden.

Und das beste Rezept gegen Stress lautet: Die Herzintelligenz aktivieren, den Verstand kontrollieren und die Emotionen in den Griff bekommen, alles zusammen führt zu Energieeffizienz, erhöhte Kohärenz, mehr Bewusstheit und höhere Produktivität.

Es war nicht der Tag für Lasse in Eppingen

In der Altersklasse U18 ging Lasse Schulz an den Start, gemeldet in drei Wurfdisziplinen. Sein Wettkampftag fing mit dem Kugelstoß an und um 12.20 Uhr ging es los. Sorgenfrei sein Tatendrang bei den Probenversuchen die konstruktiv, aber etwas zögerlich ausgesehen haben. In der Vielfalt liegt der Reiz! Hoffentlich fehlt ihm nicht die Schlagkraft für den Wettkampf? Lasse war einmal mehr im Kugelstoß nicht zu bezwingen. Im vierten Anlauf kam der erwartete Zeitpunkt wo er plötzlich richtig aufdrehte. Mit einem druckvollen Einsatz, steigerte er sich bis auf 14,69m und packte den Sieg in trockene Tücher. Noch nicht übersehbar ist, wann Lasse seinen Zenit erreichen wird. Für den Trainer bleibt nicht viel übrig, die Frage die er sich stellt, bleibt bis jetzt unbeantwortet. In Eppingen lief er deutlich seiner normalen Leistungsfähigkeit hinterher. Bei den anschließenden Wettbewerben, Diskus und Speer ging einiges daneben. Die fehlenden koordinativen Bewegungsabläufe erschwerten die Automatismen die sein Potenzial ohne Frage raubte!. Er lief seinen normalen Leistungen den ganzen Tag stets einen Schritt hinterher.

Erheitert der Stoß Nr. 1: ?

Ein Anfang mit Kontrast und zu viel Enthusiasmus! Ergebnis: Übertreten!

Energiegeladen der Stoß Nr. 2:

Flaues Gefühl im nächsten Versuch blieb so oder so. Stoß gültig, aber nur 13,24m. Dennoch Vorsicht die Leistungen von Lasse darf man generell nicht so schnell abschreiben, da er oft unerwartet aus dem nichts kommt.

Abwartend der Stoß Nr. 3:

Gefühlsbetont in der Horizontalen, aber mangelnde Entschlossenheit in der Vertikalen. Flatterhaft bei der Drehung der Maximale Kontakte (Dosierung) zum Boden wurde vermisst. Nun 13,26m. Erst das Vertrauen zum nächsten Auftritt zurückgewinnen, und sich Zeit nehmen, empfiehlt der Trainer.

Mit mehr Körperempfindungen der Stoß Nr. 4:

Konzentriert brachte er seine Bedürfnisse unter einen Hut. Aber mit 14,69m waren wir noch nicht am Ziel

Ungeduldig der Stoß Nr. 5:

Als ob es um einen Prestigewettkampf ginge, erhöhte Lasse den Druck extrem und was kurz darauf folgte, war wohl ein unnötiger Patzer: Übertreten!

Alles oder gar nichts, der Stoß Nr. 6:

Eine Steigerung die nichts wurde. Alles in eine Schale geworfen. Im Kern war er massiv verunsichert.

Schlussfolgerung: Den Kugelstoß befand der Trainer als insgesamt positiv. Die Siegesweite war kein Zufalls Produkt. Mehrmals hat er seit Mitte September über 14,00m weit gestoßen. Er ist nicht der „Looser“ des Tages, aber Eppingen bleibt ein Baustein seiner weitere Entwicklung. Wichtig ist für mich als Trainer die Darbietung. Dazu ein Kompliment an Lasse.

Unverbindlich, aber zu spielerisch das Diskuswerfen. In der anschließenden Disziplin gelang es Lasse im Auftakt die Siegerweite von 33,89m. Am Ende dennoch Glück gehabt, aber nicht unverdient sein zweiter Sieg im Kreisgaustadion. Mit knappen 4cm Vorsprung die Nerven behalten, obwohl ein Gegner sich stets in Schlagdistanz hielt und immer näher kam. Deutlich bei Lasse anzumerken: die Präzision hat bis zum letzten Versuch gefehlt. Eine Disziplin, die er in Stuttgart nebenbei phantasievoll und vielseitig seine Stärken ausspielen ließ. 

Im Speerwurf geschah das Gegenteil. Der letzte Versuch brachte die endgültige Entscheidung mit 40,70m. Wiederum geprägt von Höhen und Tiefen, durften wir bis Ende des Wettbewerbes zittern. Lasse blieb „cool“ aber realistisch um einen weiteren geplanten Erfolg zu gelangen. Gesagt und erreicht.

Die Freiluftsaison 2020 der Leichtathletik ist für uns so gut wie beendet.

Wie das nächste Jahr aussehen soll, steht in den Sternen………..

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: