09.02.2019 Ulm

9. Februar 2019

09.02.2019 Ulm

Ulm red./jⱥck. Kein leichtes Unterfangen. Große Anlässe haben ihre eigenen Gesetze.

19 Teilnehmer bei den diesjährigen Einzel-Württembergischen-Meisterschaften im Kugelstoß. Mit dieser Resonanz im Vorfeld war keineswegs zu rechnen gewesen.

Lasse Schulz M15 sollte dieser Herausforderung nicht aus dem Weg gehen. Er brannte förmlich darauf. Da waren wir mächtig gespannt die Stimmung von Sindelfingen aufrecht zu halten. Kleine Fehler kann man großzügig verzeihen. Der Name Lasse ist inzwischen Programm geworden. Man muss immer von neuem um seine Platzierung kämpfen. Ein Dritter Platz war für Trainer Jack das höchste der Gefühle.

Der Wettkampfbeginn gestaltete sich ruhig aber die Erfolgschancen standen für Lasse Schulz minimal.

Er kam zweimal mit 12,32 Metern aus den ersten von drei Würfen als vierter in die Runde jener acht, die weitere drei Würfe zeigen durften. “Bisher hatte keiner einen perfekten Stoß”. Auffallend bei den vielen angetretenen Athleten: ein schwaches Nervenkostüm. Viele Protagonisten zeigten sich relativ instabil. Es war ein innerer Kampf. Da Lasse die Qualifikation für die Endrunde erreicht hatte, ging es in der Entscheidung anders zu. Natürlich wollte er nicht klein beigeben und konnte zwangsläufig vorne bei der Musik mitmachen. Bei den Leichtathleten wird auch mit Wasser gekocht!. Dann ging er in die Offensive, verbesserte sich nochmal im vierten Durchgang. Die magischen 13 Meter im Kugelstoß konnte Lasse nicht überwinden und die Chance auf einen Podestplatz wurde unaufhaltsam minimiert. Großes zu leisten verfolgt Lasse extrem ehrgeizig, hartnäckig und unbeirrt. Es fehlt ihm das Fingergefühl. Über dies hat der Trainer eine klare Vorstellung. Der Mensch ist von seiner Veranlagung von Geburt an gekenntzeichnet. Unzählige Unterschiede und Nuancen zusammen machen den Mensch so unterschiedlich aus. Sehr wenig Menschen kennen sich mit Persönlichkeiten aus. Das sind die Kriterien mit denen sich der Trainer ständig gern beschäftigt. Mit diesen Kenntnissen machen die Athleten den Unterschied bei den Wettkämpfen und fragen sich warum sie gut sind?. Auf der anderen Seite: “Rekorde kann man nicht planen, die passieren eben”. Da ist Lasse in diesem Sinne auf dem richtigen Weg.

Hektische Schlussphase für die letzten „Besten Acht“. Die Platzierungen in der Endrunde waren praktisch schon vergeben. Der vierte Platz von Lasse stand nach dem vierten Durchgang so gut wie fest. Attacken von irgendwelchen Kontrahenten und damit sich zu wehren fanden nicht statt. Das Beste einzustufende Ergebnis blieb im submaximal Bereich bei 12,65 m. Lasse schlug sich weiter wacker, aber eine erwünschte Leistungsverbesserung blieb aus.

Das Endergebnis beschrieb Lasse als eine Riesenenttäuschung, ein harter Schlag. Aber Drama bringt nichts. Morgen in Crailsheim wird sicherlich die Normalität zurückkehren.

Fazit: Dieser Tag eignet sich hervorragend, um in anderen Bereichen Bilanz zu ziehen.

 

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: