07.02.2021 Stuttgart (Kaderwettkampf)

7. Februar 2021

07.02.2021 Stuttgart (Kaderwettkampf)

Stuttgart / red. jackhome office.

Der perfekte „ Lockdown“ Stoß!

Am Sonntag, den 07. Februar 2021 fand in der Molly-Schauffele Sporthalle in Stuttgart ein Baden-Württembergischer Kader-Wettkampf statt. Dabei erreichte Lasse Schulz U18 ein tolles Ergebnis auf das er stolz sein durfte. Dabei wurde die 16m Marke erstmals geknackt, wie Phoenix aus der Asche.

Der Lockdown macht uns einsamer. Der Sportbetrieb ruht aber nicht überall. Einsamkeit kann krank machen, Psyche und Körper befallen. Von der Depression bis hin zur Phobie. Sport in Fitnessstudios, Sportvereinen und Sportanlagen ist als Folge der Corona-Epidemie im Moment nicht möglich. Letztendlich hat der Sport viele günstige Einflüsse auf Gesundheit und Wohlbefinden.

Für Lasse Schulz (U18) ist im Kader das regelmäßiges Training in diesem Winter herzlich willkommen. Auch wenn es anstrengend ist, bringt es unseren Hobbysportler doch auf ein gutes Fitnesslevel, wie man feststellen kann.

Mit Fortschritten kannst du <morgen> auf der Siegerstraße sein. Trotz der aktuellen Pandemie-Lage, die fast langweilig wird, behielt er konstant die Ruhe und erweist mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 16,12m in der Halle und gleichzeitig einen neuen Vereinsrekord. Mit diesem Alter entwickelt sich eine neue Persönlichkeit, ein Charakter mit weiteren Varianten, wie Verantwortungsbewusstsein, Selbstständigkeit, u.s.w. Das prägt den Alltag und verleiht im Fokus den Rhythmus.

Seine Leistung hat er, nicht ohne Fortschritte verkörpern können. Hürden (mit Ausnahme der Corona-Pandemie) sind da, die es zu Überwinden gilt, wie aus seinem eigenen Schatten zu springen. Komponenten wie z.B. Fleiß, starke Intuition dienen dazu als weitere, spezielle Energiequelle. Alles in allem ist jedoch klar, man entdeckt sein verborgenes Talent wie eine wahre Berufung.

Mental gut vorbereitet und mit schöpferischem Potenzial!

Mental muss der Kopf bereit sein, man muss es wollen. Das gilt nicht nur für den Profi, sondern auch für Hobbysportler. Positive Selbstgespräche helfen Ziele zu definieren und die Motivation zu erhöhen. Auch beim Skifahren wird der Erfolg durch Visualisierung erhöht.

Warum leben so viele Menschen unter ihrem Potenzial?

Weil die meisten Menschen weit innerhalb ihrer Grenzen leben – als wüssten sie, wo diese Grenzen lägen. Meist geht es ihnen im Leben vor allem um Komfort. Dadurch fehlt der Antrieb, um ihrem Potenzial überhaupt nahe zu kommen. Wozu sie in der Lage wären, wissen sie nicht – oder sie haben einfach Angst davor.

Mit Rückschlägen umzugehen hat Lasse auch gelernt!
Scheitern gehört zum Sport dazu. Lerne daraus und zieh angemessene Konsequenzen. Wichtig ist vor allem, dass du Niederlagen und Rückschläge nicht bewertest und du von einem schlechten Wettkampf auf deine gesamten Fähigkeiten schließt.

Die gute und die schlechte Seite

Vor allem muss die gute Seite die schlechte Seite inspirieren. Als Anfänger ist die Leichtathletik eine sehr symmetrische Angelegenheit. Bei zwei Varianten wird wahrscheinlich jeder Neuling seine stärkere Seite für sich entdecken.

 

Angleittechnik gestern, Drehtechnik heute

Lasse erlernte erst die Angleittechnik in allen seine Variationen mit „Tricks“ bei der Ausführung. Seit einem Jahr hat er sich für den Drehstoß  entschieden. Darüber hinaus ist diese Disziplin sehr technisch und anspruchsvoll. Dabei soll der Athlet über eine extreme Koordinationsfähigkeit verfügen und diese auch beweisen können.

Die Rückenstoßtechnik oder Angleittechnik wurde in den 1950er Jahren vom US-Amerikaner Parry O´Brien eingeführt. Der Drehstoß der erst in den 1976er Jahren aufgekommen ist, wird heute immer beliebter. Der Athlet vollführt dabei eine eineinhalbfache Drehung, bei der das Gewicht von einem Bein auf das andere verlagert wird. Generell eignet sich das Angleiten mehr für athletische Sportler, der Drehstoß für etwas kleinere Athleten, die allerdings sehr schwere Stoßer sind.                          

Vorwegnahme

Die Vorstellung gibt etwas vor und dann führst du es aus. Der Kugelstoßer verfolgt die Kugel erst bis zur Landung. Der Athlet sieht während seiner Konzentration den Versuch und führt ihn aus, wie er ihn gesehen hat.

Mit dieser Art von Vorbereitung kann man den Weg in allen Disziplinen verfolgen. Ich sehe, wie ich aus mir selbst beim Hochsprung z.B. aufsteige. Oft scheitert man, da die Karenz von 2 Minuten nicht zu überschreiten ist. Man kann alles so klar sehen, wie die Konzentration etwas nachlässt, manchmal fast zu sehr. Der Körper erhält so die nötige Informationen über dem Absprung und Flugbahn.

Man muss unterscheiden zwischen: a) dem Sehen des gewünschten Ergebnisses und b) dem Erkennen des Weges, der zum Ziel führen soll, der Realisierung des gewünschtes Ziel. Es ist die Unterscheidung zwischen Mittel und Zweck, zwischen geschehen lassen und in die Tat umsetzen. Und mit letzterem tun wir uns außerordentlich schwer.

In allen Wettbewerben der Leichtathletik existieren bereits eindrucksvolle und einfache räumliche Figuren (Rahmen). Du musst sie jetzt nur noch sehen, in sie hinein versetzen und sie dir zu eigen machen. Nimm sie wahr, laufe rhythmisch mit ihr und fülle die Vision des Hochsprunges mit deinem Körper. Es ist ein Spiel von Raum und Zeit.

Nicht immer ist es einfach, den Sprung den du siehst, auch zu realisieren. Die Vorstellung kommt und geht. Man registriert das Bild ganz deutlich und dabei kann es sich nicht auflösen. Nicht verzweifeln: Gib dem Bild Raum und es ist wieder da.

Bilder sind schwer zu verstehen und sind zerbrechlich. Sie hören nicht auf Rufe aus der linken Gehirnhälfte. Du muss ohne Erwartung schauen, dann siehst Du auch deinen Sprung. Spring in ihn und mit ihm.

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: