04.05.2019 Stuttgart - Kreismeisterschaften im Mehrkampf

4. Mai 2019

04.05.2019 Stuttgart – Kreismeisterschaften im Mehrkampf

Beachtlicher zweiter Platz bei den Kreismeisterschaften im Mehrkampf für Samantha Hübner.

Stuttgart-red./jack. Von Frühling fast keine Spur. Am Samstag gingen die Temperaturen rasant nach unten. Es ist eine Seltenheit, dass wir Anfang Mai noch von derart kalter Luft getroffen werden, welche direkt aus der Polar-Region kommt. Das Wetter klarte am Samstag nicht auf, blieb wechselhaft bis stark bewölkt und es regnete fast den ganzen Tag. So ein Hudelwetter. Besser kann man die äußeren Bedingungen am Samstag nicht beschreiben, dem Tag der Kreis-Mehrkampfmeisterschaften der Leichtathletik, die in Stuttgart durchgeführt geworden sind.

Die Rahmenbedingungen stimmten. Trotz widrig herrschendem Wetter waren es keine gute Voraussetzung für alle Teilnehmer/innen. Sportler/innen der Region und Umkreis Stuttgart durften bei den Kreismeisterschaften Stuttgart im Mehrkampf außer Konkurrenz mit machen. Für die Vereine des Kreises wurde die Meisterschaft als Sonderwertung eingebettet.

Wie zuvor in Bruchsal und Spaichingen, wo das Wetter sehr frühlingshaft war, überzeugte Samantha W13 mit sehr guten Ergebnissen. Ansonsten kann sie vor allem für Überraschungen sorgen, trotzdem erreichte sie zwei herausragende Bestleistungen.

Am Samstag waren die älteren Jahrgänge U14, teilweise von großen Vereinen, davon 28 Teilnehmerinnen in der Altersklasse W13 gefordert.  Eigentlich wirkte Samantha etwas angeschlagen, denn sie scheint oft unter Strom zu stehen. Da sie keineswegs eine Sportskanone ist, kommt es vor, dass sie sich zu sehr hineinsteigert, zwingt sich realistisch, pragmatisch zu Bewegung und Disziplin. Ihre aktuelle Verfassung ist der Beweis dafür, dass Sie bisher alles richtig gemacht hat. Je weniger sie sich stressen lässt, desto mehr kann sie erreichen. Die Jugendlichen allesamt demonstrierten Einsatz aber mit etwas zurückhaltender Begeisterung beim Laufen, Springen und Werfen. Trotzdem wurde es keinem langweilig. Samantha hatte ein Energiehoch, dass sie dem Trainer nicht verbergen konnte, aber sie durfte sich alles zumuten.

Und so gut präsentierte sich Samantha Hübner, die in der Anfangsphase im Hochsprung alles im Griff hatte und es könnte nicht besser laufen. Sie überquerte sicher alle Höhen bis 1,28 m im ersten Versuch und stelle damit eine neue starke persönliche Bestleistung fest. Sie verabschiedete sich leider auch diesmal knapp an der neuen Rekord und Bestmarke von 1,32 m. Überzeugend die tolle Sprungtechnik die sie zur Zeit ständig verfeinert. Das Üben im Training fällt nicht immer leicht.

Weiterhin kein Wetter für den Sprint. Im Regen verschleppten sich die Protagonistinnen auf der nassen 75 m Sprintstrecke. Nach 11,50 Sekunden am Ziel angekommen, buchte Samantha eine Punktzahl von weiteren 382 Punkten auf ihrem Konto. Der Abstand zu der Favoritin aus dem Stuttgarter Kreis vergrößerte sich minimal.

Leichter Regen und eine ordentliche Brise als Gegenwind peitschte durch das Festwiesen – Stadion. In der vorentscheidenden Phase verlor Samantha mehr an gewonnenem Boden mit dem Ballwurf. Eine Qualifikation hätte sie mit einem Sieg in Stuttgart sichern können. Zu einer optimalen Ausbeute kam es nicht um heran zu kommen. Obwohl mehr drin war, vergab sie praktisch ihre letzte Chance. Stellenweise schien sie wenig konsequent zu agieren. Nun konnte sie ihren Rückstand von der führenden Gegnerin von 89 auf 20 Punkte verkürzen, aber mehr war nicht drin. Grund: die 31,50 m waren zu wenig. In Spaichingen vor einer Woche waren es 38,00 m. Schade!

Nichtsdestotrotz biss sich Samantha im Weitsprung fest. Mutig konnte sie mit einer persönliche Tagesbestleistung von 3,97 m den Wettkampf beenden und ihr Punkte-Konto zu einem neuen Vereinsrekord aufpolieren. Zudem hätte sie sich gern gewünscht, nochmal nach Spaichingen die magische Grenze von 4 m zu überwinden.

Schlussendlich ärgerte sich Samantha jedoch über die ständigen wechselhaften Wetter Bedingungen und stark unterschiedlichen Temperaturen, die zu besseren Leistungen hätten führen können. Bisher ist sie leider nach drei Wettkämpfen überhaupt nicht vom Wetter verwöhnt geblieben. Trotz allem erreichte sie einen neuen Vereinsrekord mit 1586 Punkten. Die direkte Qualifikation für die Württembergische – Bestenkämpfe schaffte sie wegen 114 Punkte nicht. Sie hätte das wohl verdient, aber das wird nicht über Nacht geschehen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren

Fazit: “Vom Himmel sind wir noch sehr weit entfernt”

 

 

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: