03.02.2019 Sulzgries

3. Februar 2019

03.02.2019 Sulzgries

In den unteren Altersklassen wird auch bedingungslos gekämpft

Sulzgries-red./jack. Die gefestigte Zusammenarbeit zwischen Trainer in der Leichtathletikabteilung trägt mittlerweile seine Früchte.

“Wir wollen glaubwürdig, bodenständig sein“. Ist man impulsiv, neigt man leicht zu Stimmungsschwankungen.

Laurin Müller M9 und Felix Kissel M9 sammeln gemeinsam mit den Disziplinen Sprung, Wurf und Sprint noch die ersten Grunderfahrungen. Verlangt wurde von beiden über die Weihnachtszeit nichts.  Mit Vorsicht, werden die Jüngsten damit nicht überfordert! Trotzdem erreichten die gleichaltrigen Teamkameraden in Sulzgries (ES) ihr bestes Ergebnis in diesem Winter.

Einzelgänger ist Laurin absolut nicht. In der Gegenwart blüht er mit seinen Leistungen förmlich auf. In den technischen Disziplinen überzeugt er absolut.

Bei Felix erkennt man ein verspieltes Wesen mit großer Energie. Er agiert dennoch äußerst flexibel und geschickt, aber manchmal ist er plötzlich unruhig. In Sulzgries machten beide nur das Nötigste um Stress zu vermeiden. Ein Ehrenplatz zu erobern, war für sie das wichtigste Ziel.

Samantha W13 konzentrierte sich strebsam ihre Leistung zu verbessern, das war ein gutes Rezept, da sie sonst keine hohen Ansprüche an die Hallensaison stellen möchte. Dazu benötigt sie natürlich viel Geduld. Von Natur aus eine große und schüchterne Persönlichkeit. Mit einer großen Portion Leidenschaft hat sie den Blick fürs Detail und ist sehr Zielorientiert, also ein pflichtbewusster Charakter. Der Ehrgeiz sollte sie beim Sport treiben, der Überfluss vor dem Absturz minimieren.

In diesem Winter ist bei den Jüngeren doch eine Aufwärtstendenz erkennbar und aus einer Laune heraus sorgten ein paar für gute, emotionale und überraschende Momente. 50 Teilnehmer, bei den U10, sprudelten über vor Energie, waren Top in Form und konnten sich ruhig viel vornehmen. Außerdem bahnte sich im direkten Vergleich u.a. ein internes Kopf an Kopf Rennen im Dreikampf zwischen Laurin und Felix an. Laurin entschied das Duell für sich mit einem großartigen sechsten Platz, etwas weiter hinten Felix, auf dem achten Platz.Vorweg Gratulation an beiden.

Die Veranstaltung fing mit dem Sprint über 35 m an. Laurin lief, dank seiner guten Lauftechnik, eine erwartete neue persönliche Bestleistung in 6,3 Sek. Felix mit etwas Schwierigkeiten am Start, konnte seine bisherige Bestleistung nicht verbessern und überquerte die Ziellinie in 6,5 Sek.

Der zweite Wettbewerb, die 5er Laufsprünge waren von großer Bedeutung. Mit guten Weiten konnte man sicher unter den „Top Ten“ mitmischen. Laurin konnte sich konstant bis 8,63 m steigern und hatte die Nase vorn. Felix gelang schon im ersten Durchgang die endgültige Weite 8,58 m.

Auf Augenhöhe wurde die Stoßdisziplin mit dem Medizinball beendet. Jeder schleuderte in den verschiedenen Versuche den Medizinball mal bis auf die 4,5 m und 5 m Marke. Da wurden die zwei Besten von drei Versuchen zusammen addiert.

Beide entzückten weiter die Anwesenden, respektive Väter, und fieberten dem noch bevorstehenden 600 m Lauf entgegen.

Auf der Laufstrecke gab es überraschend einen hochverdienten doppelten Erfolg für die Leichtathletikabteilung. Der Lauf sah ziemlich turbulent aus, aber Felix und Laurin ließen sich überhaupt nicht irritieren. Es war ein Kampf, wobei Fairness bei den Akteuren nur eine Nebenrolle spielte. Trotzdem erstaunlich, wie abgebrüht beide waren und konstruktiv den Lauf gestalteten. Sie blieben sehr aufmerksam drei Runden lang auf der Lauer und setzten ganz clever, aber konsequent, ihre Konter durch. Gegen Ende des Rennens hatte Felix noch die Kraft zum Spurt und übernahm die endgültige Führung. Er siegte in 2:15 Minuten. Im Rennen stand Laurin auch im Mittelpunkt. Er kontrollierte mit Felix abwechselnd das Geschehen, wobei er kurz in Führung ging und am Ende den Weg für seinen Teamkameraden frei machte. Nach 2:18 Minuten überquerte er die Ziellinie. Hoffentlich war es keine Eintagsfliege, aber der Trainer ist sicher, zwei zukünftige Sterne der Leichtathletikabteilung sind im Vormarsch.

Samantha beendete ihren Dreikampf auf dem guten Mittelfeldplatz Rang sieben. Bei den 5er Laufsprüngen wirkte sie etwas zu passiv, unentschlossen, und verlor nach einem guten Sprintergebnis den Anschluss an die Spitze. Mit einer leichten Steigerung beim Stoßen konnte sie damit ihre Platzierung sicher und endgültig festigen.

Fazit: Selbst ein Weg von 1000 Meilen beginnt mit einem Schritt.

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: