02.06.2019 Ludwigsburg bis Heilbronn

2. Juni 2019

02.06.2019 Ludwigsburg bis Heilbronn

Reifeprüfung bestanden

Ludwigsburg-Heilbronn-red/jack. An diesem Sonntag war Trainer “jack” wahrlich nicht zu beneiden. «Business as usual» also. Ein Wochenende ohne wenn und aber! Heroischer zweiter Platz für Lasse Schulz in Ludwigsburg.Ohne Zweifel sein bisher größter sportlicher Erfolg. Nathanael erkämpft sich einen dritten Platz in Heilbronn. Beide Athleten sorgten an den beiden Meisterschaften für die Glanzpunkte der Leichtathletikabteilung. Lasse sicherte sich eine silberne Medaille mit dem Kugelstoß und Nathanael seinerseits eine Bronzemedaille im Hochsprung.

Strahlender Sonnenschein überall im Ländle. Das galt auch für die Leistungen unsere Athleten, die sich im Wettkampf mit Top-Athleten aus ganz Württemberg bzw. Baden-Württemberg großartig geschlagen haben.

Die Ergebnisliste zeigt von den lokalen Athleten vor allem positive Leistungen in den Lauf- Sprung und Stoßwettbewerben.

Kleine Delegation, große Aufmerksamkeit. Spontane Entscheidungen. Die Nachwuchsleichtathleten haben bei den Württembergische Meisterschaften in Ludwigsburg bzw. Baden-Württembergischen in Heilbronn überzeugt. Lasse überraschte die Konkurrenz im Kugelstoß. Dergleichen ging es mit Nathanael im Hochsprung, obwohl der Trainer nicht an zwei verschiedene Orten anwesend hätte sein können. Unsere „großen“ Buben hatten die Messlatte sehr hoch gelegt. Dennoch wird die Fördergruppe von Trainer „jCg“ auch den Umbruch mit Enthusiasmus und Willenskraft angehen und auf den einen oder anderen Erfolg hinarbeiten.

Durch unkonventionelle und spontane Handlungen sorgt Jack für frischen Wind. Es gibt nie nur eine Richtung, sondern immer unzählige Variationen. Das führt für Athleten, die Anfänger sind, zu höchstmöglicher Verwirrung. Mit etwas Selbstvertrauen werden Athleten andere auf vielfältige Weise überraschen. Aber auch Sie werden zahlreiche Anregungen erhalten und die Persönlichkeit mehr Entfaltungsraum gewinnen.

Unter uns haben wir immer ein offenes Ohr und ein freundliches Wort. Die Athleten erhalten Zusammenhalt im Umfeld von Trainer, Teamkollegen/innen und Eltern.

Die Arbeit der letzten Zeit macht sich bei allen Athleten der Leichtathletikabteilung nun positiv bemerkbar und können jetzt mit der Ernte der Arbeit beginnen. 

Für Lasse war dieser Erfolg im Kugelstoß eine Genugtuung, da er schon des öfteren mit 4. und 5. Plätzen über die letzte zwei Jahre hinweg am Podest vorbeigeschrammt ist. Nun durfte er sich zurecht über den 2. Platz freuen. Er denkt generell, dass die Wettkämpfe schon so verlaufen werden, wie er sie sich in seinen Träumen ausgemalt hat. Lasse hatte im Training sich vermehrt seiner Lieblingsdisziplin gewidmet. Beim Aufwärmen ging er äußerst diszipliniert vor. Bereits in seinem ersten Wettkampfversuch katapultierte der 15 jährige die 4 kg schwere Kugel 14,00 m weit und ging souverän in Führung. Damit schockte er derartig die Konkurrenz. Auf Sieg und besser kann man nicht beginnen. Beeindruckt und beflügelt von dieser Leistung legten die Gegner nach und holten zwar auf, dennoch taten sie sich sehr schwer. Einen Nervenkampf auf Augenhöhe mit den Mitkonkurrenten. Erst im vorletzten Versuch wurde er von seinem ärgstern Konkurrent um den Sieg gebracht. Letztes Aufbäumen und die Erlösung vollbrachte Lasse im letzten Versuch mit 14,17 m. Damit sicherte er sich den zweiten Platz mit Silber. Nicht unwichtig die erste Niederlage nach 11 Siegen „in a row“ in der abgelaufene Luftsaison. Nach dem Wettkampf meinte Lasse: “Ich war überhaupt nicht nervös. Es war für mich völlig klar, wie ich stoßen wollte”. Wie wird Lasse darauf reagieren? Er nimmt Revanche. Dann warten wir, bis wir am 20.06. in Crailsheim sind?

Später verbesserte Lasse den Vereinsrekord im Diskuswerfen. Ein schöner Satz, mehr nicht. Die Eindrücke vom Training am Freitag wie weggewischt. Die Spritzigkeit war zunehmend schwach. Der darauf folgende Speerwurf spiegelte sich in den vorherigen Wurfleistungen wieder, die höchst passable zu bewerten waren. Unkonstanter Seitenwind oder unberechenbare Auf- und Abwinde  in den Würfen machten in diesen beiden Disziplinen die wechselhaften Wetterverhältnisse zu echten Herausforderungen. Ernüchternd schon ein bisschen. Er qualifizierte sich zwar für die Endrunde wie beim Diskus, aber brachte nicht verwertbares. Für Trainer Gilgien wurde statt Leistung eine Trainingseinheit bei beiden Wettbewerbe umgestaltet.

Alles Schlechte hat auch sein Gutes? Da bin ich mir definitiv sicher, denkt der Trainer.

Vor nicht einmal einem Jahr hat sich Arne Schwarz entschieden Leichtathletik zu trainieren. Nicht umsonst das er in Ludwigsburg dabei sein durfte sowie später in Koblenz, da er im Sprint und im Laufbereich ein enormes Potenzial besitzt.

Wenn etwas nicht so läuft, wie er es gerne hätten, so kann das schlussendlich ganz unerwartet positive Effekte haben, und jeder Stein in seinem Weg macht den Weg nur interessanter.

Über 800 m war es ein Statement für seine Laufkraft, und konnte dadurch seine persönliche Bestleistung noch einmal steigern. Von dem Start aus und in der ersten 100 m Kurve lief er als letzter ein, aber reagierte prompt in der kommende Gerade. Zuverlässig blieb er im Kontakt mit den Besten. Er verbesserte seine Hallenbestzeit um mehr als 6 Sekunden und belegte einen ausgezeichneten 12. Rang. Dieser Rang sollte ihm mächtig Auftrieb bis zu Saisonende geben. Ein gelungener Test. Der Sieger war nochmal 6 Sekunden schneller. Ein erreichtes Finale bei diesen Württembergischen Meisterschaften ist für Arne schon der erste Erfolg. Ein Stunde später fanden die Vorläufe über 100 m statt. Arne konnte mit dem „Schnelligkeitstest“ nicht zufrieden sein. Schuld offensichtlich, die kurze Regeneration Phase und die 800 m Ermüdungserscheinungen. Trotzdem blieb er verbissen dran aber ein Weiterkommen konnte er nicht herbeiführen. Nun erwartet ihn in Koblenz etwas einfaches. Er wird sich nur mit dem Sprintwettbewerb (100 m) auseinander setzen. Nicht alles ist so negativ wie es ihm im Moment erscheint. Kaum um Worte verlegen zeigte er Interesse, Verständnis, Sachlichkeit und Objektivität. Mit dieser Haltung lassen sich auch schwierige Situationen meistern. Ein bisschen mehr Selbstbewusstsein würde ihm u.a. gut stehen.

Lasse und Ausnahme Arne haben gezeigt, dass sie zu Recht an diesen Württembergischen Meisterschaften teilgenommen haben.

 „Gib jedem Tag die Chance, der beste deines Lebens zu werden”

Herzlichen Glückwunsch.

 

Heilbronn

Wer hoch fliegen will, kann tief fallen.

Heilbronn-red./jack. Auch eine positive und gelungene Testkontrolle für Nathanel Bordne.

Den Weg zu seinem Erfolg bereitete er sich vor allem durch eine gute Vorbereitung. Nathanael ist ja schon den einen oder anderen Podestplatz gewohnt, seine Leistungen hat er auch heute wieder unter Beweis gestellt und konnte mit seinem 3. Platz absolut zufrieden sein, nachdem er sich vier Tage lang den Kopf zermartete und hinterfragte was habe ich falsch gemacht.

Für ein gut gefülltes Starterfeld und Top-Leistungen dürfte gesorgt sein. Ein Novum am Rande. Wie bei Olympia haben sich die Athleten in eine „Callroom“ angesammelt und wurden dann auf den Sportplatz zu den respektiven Anlagen geführt. Der Einstieg einwandfrei und die nachfolgenden Sprünge bis 1,80 m ohne Fehlversuche und technisch überragend. Er fühlte, dass er wieder zu sich gefunden hatte. Der Plan ging bis dahin auf. Vorerst schaffte Nathanael im dritten Versuch die Kehrtwendung bei der Höhe von 1,82 m und setzte im Hochsprung eine für ihn neue Bestmarke. Dann die Zerreißprobe bei 1,86 m. Da verlangte er zu viel von sich selbst und verlor die Balance. Die 1,86 m Höhe hielt er für möglich, als er im Dritten Versuch die Latte knapp touchierte.

 

…An diesen speziellen Tag werde ich mich erinnern…

„Jack“

 

Fazit: Lasse und Nathanael sind sehr erfolgsverwöhnt. Arne und Samantha wollen es auch. Alle mögen Niederlagen ganz und gar nicht. Aber wie geht man mit Niederlagen um. Keine Gefahr für den Trainer Jack obwohl dies nicht leicht zu verkraften ist, so viel steht fest. Sich hinterfragen kostet Kraft und es ist anstrengend immer „Top“ sein, alle Augen schauen auf einen. Schließlich hat man keine Garantie. Ich kann nicht einfach sagen oder hören: “Nächstes Mal wird’s besser”, eine der schrecklichsten Ausreden von Trainern und Leuten allgemein. Eine bessere Antwort kann nur so lauten: “Diese Hürde ist der nächste Schritt zum Erfolg”! Es kann besonders mobilisieren und hält die Athleten allzeit wach.

In diesem Jahr ( 23.06.) nach Koblenz bzw. nach (30.06.) Sankt-Wendel (beides Süddeutsche-Meisterschaften) wird es keine leichte Reise sondern auch eine große Herausforderung, aber es wird aufregend – und als Trainer freue mich drauf. Ich hoffe, dass beide ihre Medaillensammlung weiter vervollständigen können.

 

Fazit: Stärke entspringt nicht aus physischer Kraft, sondern aus einem unbeugsamen Willen.

           Mahatma Gandhi

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: