17.09.2017 Regionalmeisterschaften U14 in Nagold

17. September 2017

17.09.2017 Regionalmeisterschaften U14 in Nagold

Nagold 2_neu

Sein Nagoldselbst gestecktes Ziel, königlicher Sieg im Speerwerfen.

In Nagold stand am Sonntag bei den Regionalmeisterschaften Lasse Schulz im Einsatz. Bereits während der Fahrt machte sich die Vorfreude – oder vielleicht Nervosität – bemerkbar.
Der Speer und der Kugelstoß standen im Fokus, die Lasse sich bei diesen Meisterschaften zum Ziel gesetzt hatte. Die stärkste Konkurrenz aus der Region war am Start. Die Disziplinen wie Sprint, Hochsprung und Weitsprung sollen wiederum als aktive Regeneration dienen.

Zur Zeit hat Lasse mit Wachstumsproblemen zu kämpfen. Hyperaktivität könnte mit einer der Gründe sein. In Nagold wurde es überschaubar. Schadensbegrenzung (Verletzung), keine Hektik und Rücksicht waren angesagt. Die Konstellation von Trainer Gilgien als Prognose sahen wirklich nicht gut aus. Die biorhythmischen  Kurven von Lasse, ließen keine Möglichkeit offen, die Herausforderung, die er sich gesetzt hatte zu leisten. Lasse war durch entsprechendes Training gut vorbereitet. Für die zwei Ziele die er sich vorgemerkt hatte, musste die Belastung richtig gesteuert werden, da der Körper sich sonst gegen Überforderung hätte  wehren können. Die ausgeklügelte Strategie, vereinfacht ausgedrückt hieß, dennoch von Anfang an voll auf Angriff zu setzen: In den ersten drei Versuchen hieß es möglichst gut vorlegen, einen sicheren Vorsprung schaffen und freiwillig früh aussteigen. Die Strategie ging „Mega“ voll auf.

Angekommen, machten sich bereits die ersten Athleten ans Einlaufen und stiegen so direkt in den Wettkampftag ein.

Mit 30,04 Meter eröffnete Lasse seinen Wettkampftag nicht so vielversprechend. Eine Probe vor dem Wettkampf und der erste Versuch waren bescheiden, fast zu sehr abwartend. Im nächsten Versuch kam er in die Gänge und stellte zunächst mit 36,83 Metern eine erste Duftmarke als neue persönliche und Vereinsbestleistung auf. Im dritten Durchgang dann gelang Lasse der ersehnte „Superwurf“ von dem er träumte. Einfach genial !!!. Trotz leichtem Gegenwind flog der Speer gerade aus und die Weite von 37,41 Meter wurde gemessen. So holte sich Lasse den ersten Titel des Tages. Der Vorsprung war so groß, dass Lasse sich erlaubte auf die letzten zwei Versuche zu verzichten. Damit verteidige er den Titel von vergangenem Jahr erfolgreich. Stolz darf er sein, da dieses Ergebnis an erster Stelle in der Bestenliste Württembergs aufgeführt wird. Außerdem eine neue persönliche Bestleistung, sowie einen neuen Vereinsrekord stellte er gleichzeitig auf. Erwähnenswert, er verbesserte sich bei fünf möglichen Wettkampfteilnahmen gleich fünfmal hintereinander um insgesamt fast acht Meter. Kompliment!!!

Der Sprint folgte als nächste Disziplin. Er überquerte die Ziellinie in 11,32 Sekunden und verpasste die Qualifikation ins Finale einzuziehen. Das tat ihm trotzdem gut die Lange Pause zu überbrücken.

Etwas weniger langwierig war das Kugelstoßen. Der Ablauf sah ähnlich aus wie beim Speer. Nun fiel die Entscheidung schon im ersten Durchgang. Sieg und der zweite Titel war in der Tasche? Um die Freude am Wettkampf nicht zu verderben, genehmigte der Trainer sein Athlet weitere drei Anläufe die leider nur Makulatur waren, und nicht die erhoffte Erwartung brachten. Leider landete die Kugel nicht nur bei 10 Meter, sondern auch drei Handbreite außerhalb des Sektors. Die Kraft ließ einfach rapide nach. Nach vier Durchgänge sah der Sieg ungefährdet aus. Mit einem Meter Vorsprung erlaubte sich Lasse zwei Versuche vor Schluss,  den Wettkampf frühzeitig zu beenden.

Der Hochsprung fing überraschend gut an. Aber es geschah unerwartet, was in Ehingen und Basel schon mal ablief. Es ist ein Phänomen bei vielen Hochspringern, dass eine Zwischenhöhe unbedingt durchgebrochen werden muss. Ist dieses Hindernis geschafft, dann geht es weiter bergauf bis ungefähr zehn Zentimeter. Er verweigerte erneut zu springen so dass er sich selbst geschlagen geben musste obwohl eine Medaille in greifbarer Nähe war. Die 1,33 Meter bedeuteten einen bescheidenden vierten Platz. Diese Höhe ist meilenweit entfernt von seiner Bestleistung, die bei 1,48 Meter liegt. Die Anläufe waren so unterschiedlich, dass Korrekturen zu keiner Steigerung der Leistung führten.

Mit einem 9. Schlussrang im Weitsprung  mit 4,44 Meter war er leicht enttäuscht. Lasse war nicht eingebrochen, aber die Kraft, Koordination, sowie weitere Faktoren, ließen nach, man konnte nur abwarten, was sich weiter ereignet. Der Athlet darf sich keinerlei Vorwürfe machen. Jede/r von uns musste sich in jungen Jahren diese Phase an Erfahrung durchstehen.

Hochachtung dennoch für die erreichten Leistungen.

Gerade diese Erfahrung, dass während eines Wettkampfes, je nach Wettkampfverlauf, die Gefühle sich wie auf einer Achterbahn bewegen können, war für Lasse seit Ehingen bekannt. Diese Meisterschaften hatten eine große Bedeutung  und Lasse überstand den Druck bravourös.

Es stehen noch einige ausgesprochen gute Wettkämpfe bis dritten Oktober an. Die Möglichkeit noch vor dem Abschluss der Saison 2017 bestimmte persönliche Leistungen zu verbessern, ist vorhanden. Wer will, soll das tun!!!.

Nagold 2 Meisterschaften Bilanz 2017:

Lasse Schulz ist der fleißigste Medaillensammler des Jahres mit insgesamt sechs Titeln, dann folgt Nathanel Bordne mit einem Titel. Außerdem, der dritte Platz bei den Süddeutschen Meisterschaften von Nathanael ist einmalig. Mit seiner Qualifikation von 1,76m ( Norm 1.70m ) ist er der erste Athlet im Verein, der an einer so hoch eingestuften Meisterschaft teilnehmen durfte.

Seine Leistung in Ingolstadt mit 1,78 Meter im Hochsprung war ergreifend für den fünfzehn jährigen Athlet. Eine einmalige Ereignis!!!!. Die Leichtathletikabteilung gratuliert unseren zwei Champions.

 

Nagold 3

 

Einladung  Leichtathletik Baden – Württemberg

Lasse Schulz wurde zum 11. WLV Talentsportfest nach Stuttgart in die Molly-Schauffele-Halle eingeladen, als Folge seiner großartigen Leistungen im Laufe des Jahres 2017 und seinen Platzierungen in der Bestenliste Württembergs. Er wurde im „Regionalkader“ erfasst, in den F/Kader später zu gehören, ist fast Pflicht. Glückwunsch!

 

By TVP Webmaster Allgemein Leichtathletik Share: